Band 
Dritter Theil.
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Dle Bachmücken.

Von den zehn sinn epischen Gattungen dieser Ordnung zahlen wir nurEine, die Bachmücken, Tipula L., zu den schädlichen Forstinsecken. Die übrigen 9Gattungen sind: die Bremse, Oestrus; die Fliege, Musca; die Breme, Tabanus;die Schnake, Culex; die Stechfliege, Conops; die Schnepfenfllege, Frnpis; dieRaubfliege, Asilus; der Schweber, Bombylius, und die Lauöfliege, Flippobosca.

Beym Fabricius gehören sie in die aus 27 Gattungen bestehende Ordnung:Antliata.

Ein und dreyß i gste Gattung.

Die Bachmücken. Tipulae, Lin. Sie heißen auch Langfüße, langbeinige Schna-ken, große Mücken, Tanzmücken.

Gattungskennzetchen nach Linne'.

Sie haben 2 verlängerte Lippen und gewölbte Oberkiefern; bald 4, bald 2'ge«krümmte Freßspitzen, die länger sind, als der Kopf. Der Rüssel ist,kurz und zurück«gebogen.

Nicht nur die Fühlhörner, vorzüglich aber die 6 Füße, sind viel langer, als beyandern Zweyflüglern, sondern der Hinterleib derselben endigt auch spitziger, sonderlich we-gen des zweyspaltigen Legestachels der meisten Weibchen. Bey vielen Männchen ist dasletzte Glied viel dicker und kolbiger als an den übrigen dieser Ordnung. Ihr Kopf ist klein,und steht untergebogen und niedriger; der Vorderleib ist erhabner und buckeliger, und nichtso breit als an den Fliegen. Auch fehlen den Bachmücken die Nebenaugen.

Die Larven, welche sich nicht häuten, haben als Maden mehrentheils eine ebene,lange, cylindrische Gestalt, vornen etwas spitzig, mit einem kleinen Kopf, hinten platt ab-geftumpft (diejenige der hortulana ausgenommen), und mit etlichen strahlenförmigenS acheln besetzt. Von Farbe sind sie glänzendbräunlich oder auch grau. Die Puppensind langleibig, gleichbreit, mit 2 Flügelscheiden und am Kopf mit 2 hornförmigen Luft-löchern versehen. Die Eyer sind länglichrund, bald glatt, bald gefurcht.

Das vollkommene Jnfect ist, wenn man die florilega und hortulana ausm'mmt,unschädlich; das unvollkommene aber möchte den Wurzeln der Pflanzen wohl nachtheiligseyn. Doch gibts auch Larven, die im Morast und Mist leben, desgleichen eigentlicheschonenswerthe, das ist, solche, die uns zur Verminderung der schädlichen ForstinsectenDienste leisten.

Die Gattungskennzeichen nach Fabricius sind: Die Bachmücke,n. 224. Tipula, hat einen Säugrüssel ohne Scheide: 2 Freßspitzen ragen hervor, undsind an der Wurzel des Rüssels fadenförmig eingefügt. Ferner Hirtea (Fab. Supple-menta): Die beyden gekrümmten Freßspitzen sind fünfgliederig, die Fühlhörner sind kurz,dick und durchblättert. Die Fabriciusischen äußern Gattungskennzeichensind: Die Bachmücke, Tipula: Der Körper ist verlängert, schmächtig, meistens glatt,

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