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Erster Nachtrag.
auf dem sehr kleinen Rüssel. Die äußerlichen Gattungskennzeichen nach Fa.briciuö sind: Die Fühlhörner sind kurz, das erste Glied sehr lang, das letzte aber et-was dick und am Ende spitzig: sie sind an der Wurzel deö Rüssels eingefügt. Die Schien-beine sind nach außen zu dicker, und zuweilen gezahnt, doch nicht immer.
Zu Nr. 2. Kiefernborkenkäfer. I. Theil, S. 9z., Zeile ri. steht ausVersehen: Die Flügeldecken Heller als daö Halsschild; anstatt: mehrentheils dunkler,als das Halöschild. — Ferner ist dem gemeinen Borkenkäfer zwar auch eine Art Erhö-hung auf den Flügeldecken eigen, aber kein so deutlicher Höcker.
Hierbei) ist auch noch zur schnellern Erkennung der Arten des gemeinen undKiefern-Borkenkäfers zu bemerken, daß alle Bostricki typograpki gewöhnlichdie Länge unter 2 Linien, und die Boftxiclii pinastri über 2 Linien haben.
Eine gelbe Varietät des FichtenborkenkäferS, Bostriekus piniperda,fand sich 1803 im November in den Meiningifchen Forsten bey Sonneberg unter der Kie-fernrinde nebst seiner Larve. Daö ganze Jnsccc ist etwas glänzend, überall einfarbig bleich-gelb (von der Farbe der bleichen Varietäten des gemeinen Borkenkäfers), zwey Linienlang, und eben so gebaut, wie der gewöhnliche Fichtenborkenkäfer (B. piniperda); der inder Mitte erhabene Halsschild ist eben so glatt, die unabgestutzten Flügeldecken sind ebenso hohlpunctirt, und mit eben solchen Spuren von Furchen darauf, desgleichen eben so feinbehaart, als jener. Eben so sind die Fühlhörner mit Inbegriff der drey Kolbengliedersechsgliederig.
Mit den Flügeldecken sind die Füße gleichfarbig; nur da, wo sie sich zufammenfü-gen (an den Wurzeln der Gelenke) dunkler. Blos die Augen sind schwarzbraun gefärbt.
Diese Varietät fand sich in mehrerer Zahl in der Nähe der Stamm.Race, dasist, deö gewöhnlichen schwarzen Bostr. piniperda, der aber diesmal nicht mit jenem gel-ben im Larvenstande gemeinschaftlich lebte, sondern sich außen auf den Zweigen als Käferantreffen ließ. Gewiß, eine Wahrnehmung, die eigen in ihrer Art ist!
Auch ist hier zu erwähnen, daß in des Herrn Carl August Schmidts, Hof-caplanS zu Wernigerode, izog zu Gotha herauögekommenen Versuchen über die Insectensowohl eine ausführliche Naturgeschichte der Todtenuhr, nämlich deö Anobium striatumFab., Ptinus pertinax Lin., als auch des gemeinen Borkenkäfers, Bostricstus ty-pograplius, vorkommt. Letztere ist besonders Forstmännern sehr zu empfehlen.
Zu Nr. 4. KapuZ'Borkenkäfer , Derm. capucinns, Sekte 9;. Kenn-zeichen der Larve und Aufenthalt: Sie ist beynahe \ Zoll lang, von Farbeschmutzigweiß, der Kopf braun, und der Körper mit einzelnen kurzen, zarten Haaren be-setzt. Sie gräbt Gänge und Furchen, aber nicht so häusig und in der Ordnung, wie diegemeine Borkcnkäferlaroe. Man findet sie in alten. Holzstöcken und unter der Rinde kran-ker Fichten, allemal aber selten.