Band 
Dritter Theil.
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Erster Nachtrag.

Nach Nr. n. Kleinkäfer, Seite ioi» 1

Der Apfel-Borkenkäfer. Bostrichus Mali, Beeilst ein. Eine Fabriciusische

Hylelinus.

Kennzeichen der Art. Käfer. Glatt, mit erhobenem, langem, schwarzemHalsschild, braunrothen, inö Schwarze fallenden, am Hintercnde breiteren, unausgekerb-ten Flügeldecken und zurückgezogenem Hinterleib; die Lage des Schildchenö stellt eineHohlkehle vor.

Larve. Weiß, mit röthlicher Mischung; gegen den Kopf zu ist ste sehr stark; letz-terer ist klein und braunroth.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Der dem Fichten- und dem Kolben-Borkenkäfer beym ersten Anblick ähnlich scheinendeKäfer von zwey Linien Länge und drey Viertellinien Breite, dessen Weibchen etwas längerund breiter ist, hat einen glatten und glänzenden Leib; nur durch die Lupe entdecken sich amzurückgebogenen Hinterleibe eißgraue Borstenhärchen. Kopf und Halsschild sind bey bey-den Geschlechtern schwarz, und am Männchen sind der Regel nach die »«abgestutzten Flü-geldecken rothbraun, inö Schwarze fallend, am Weibchen aber schwarz, nur etwas inöRothbraune schielend, zumal bey lebenden Stücken. Die Fühlhörner, an denen das vierteoder äußerste Glied eine eyförmige, dicke Kolbe ausmacht, su>d nebst den Schenkeln undSchienbeinen bald höher, bald tiefer schmutzig rostgelb, doch an der Spitze der Kolbe undan den Schenkelgclenkcn etwas schwarz. Der Kopf ist hinter der Stirn etwas eingebogen;der glänzende, sehr gewölbte Halsschild ist vornenher verengt, und übrigens mit Inbegriffdes Kopfs fast so lang, als der Hinterleib. Dieser Halsschüd scheint zwar sehr glatt, istaber unter der Vergrößerung weit feiner punctirt, als die Flügeldecken, welche hinten ab-gerundet sind, und breiter auölaufen, als sie vornen sind, so daß sich der Hinterleib darun-ter versteckt und etwas unter dieselben zurück gezogen ist. Von ihren sehr vielen vertieftenPunctenreihen beugt sich fast die Hälfte der äußern um die Decken herum, und bilden hin-ten, wo die andern darauf stoßen, eine verschledenfurchige Narbe. Auch sieht man durchsSuchglaö noch zwey erhobene, abgeschnittene Streifen in der Nath. Wegen des tieflie-genden Schildchenö iscutellum) bildet sich zwischen der Nath der Decken eine hinterwärtssich etwas zuspitzende Hohlkehle. Auf der Unterseite ist das sogenannte Brustbein (ster-mun) sehr erhoben, so daß bey dem letzten Paar Füßen der Bauch unter demselben ein-gezogen, oder vertieft erscheint. Die glatten Schenkel-haben nebst den behaarten Schien-beinen die Farbe der Flügeldecken; nur die viergliederigen Fußblätter sind eisgrau; welcheFarbe auch die Freßwerkzeuge haben.

Die weiße Larve mit rosenfarbiger Mischung mißt ausgewachsen zwey bis dritte-halb Linien, und ist vornen am braunrothen Kopf, da wo die Stelle der drey ersten Ringe,oder beym vollkommenen Jnsect der Halsschild ist, weit breiter und stärker, als am übri-gen cylindrisichen Körper, dessen sieben übrige Ringe oder Absätze zusammen ungefähr fünf-zehn Queerrunzeln bilden. Sie liegt mit dem Kopf gekrümmt.

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