Band 
Dritter Theil.
Seite
909
JPEG-Download
 

Die Warzenkäfek. J09

Cantharis fuCca Preyßler Verzeichniß Böhmischer Infecte» tab. r. sig. 4. karve.

— Sulzers abgekürzte Gesch. tab. 5. stg. 33 . 6 ' w w

Schäfferi Icon. tao. 16 , fig. 11.

Kennzeichen der Art. Käfer. Die Flügeldecken sind schattenbraun; derHalsschild ist roth, mit einer schwarzen Makel; der Kopf ist roth.

Larve. Schwarz, glanzlos, glatt, weich, mit 2 starken, spitzigen Kinnlade»und vier Freßspitzen, die nebst den zwey kurzen Fühlhörnern und 5 Füßen alle gelbbrau»und etwas glänzend sind; desgleichen mit 2 Augen.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnsectS»Dieser von 4 bis zu si Linien messende Käfer von unbeständiger Größe hat eher schwarz-graue als braune Flügeldecken, einen geränderten, rothen, in der Mitte mit einem schwar-zen Fleck bezeichneten Halsschild, und braune Fühlhörner, die an der Wurzel hin rökhlichsind. Die Schenkel sind ziegelfarbig mit schwarzem Winkel, die Schienbeine aber unddie Fußblätter und der Leib selbst schwarz. Nach Hellwig sind die beyden Linkische»und Fabriciusischen Arten: livida und obscura, bloße Varietäten unsers Jnfects; vielleichtauch wohl die Fabriciusische dispar und pellucida. Wenn der Käfer über und überziegelfarb'g ist: so ist es die Cantharis livida, die selbst Linne in der Begattung mitunserer fusca angetroffen hak. (Voetö Käfer lab. 46. fig. 1.) Ist er kleiner und seinHalsschilo entweder ungefleckt ziegelfarben oder schwarz mit rothem Seirenrand, so daßauch die letzter» Einschnitte des Hinterleibes auf der Unterseite schwarz sind, so ist eSobscura Fab. (Scliäfferi Icon. tab. 16. fig. 8), deren Füße bald schwarz, baldziegelrokh sind.

Er läuft den ganzen Tag häufig geschäftig umher, um alle Insekten, die dem Obstschaden, hinwegzufangen, ohne jemals ein Blatt zu benagen. Preyßler hat sie oftim Kriege mit einander verwickelt gesehen, wo der Sieger allemal den Besiegten auf-zehrte.

Die Larve, von der uns derselbe a. a. O. die beste und ausführlichste Beschrei-bung geliefert hat, ist atlsgewachsen beynahe einen Zoll (der Abbildung nach aber nur7s. Linien französischen Maaßes) lang, und 2 Linien breit, schwarz, glanzlos, glatt,weich, mit 2 starken, spitzigen Kinnladen versehen; die 6 Füße sind, so wie die 4 Freß-spitzen und 2 kurzen Fühlhörner gelbbraun und etwas glänzend. Sie ist ganz stimmet«artig und weich anzusehen und anzufassen. Der ovale, getheilt scheinende Kopf ist schwarz-braun, und der Ringeinschnitte sind zwölf. Die Füße sind dreygliederig und die Fühlhör-ner zweygliederig, und an den Seitentheilen des Kopfs sitzen die beyden sehr kleinen Augen.Sie ist im Herbst theils jung, theils erwachsen vorhanden, und zeigt sich schon sehr zahl.reich im Februar und März, z. B. bey Prag , um aus der Erde zu kriechen, indem sie denSchnee durchwühlt *). Sie kann als Larve und als Puppe die feuchte Erde nicht entbehren.

Bau 2 ' Fünf

*) Der Jäger wird sie fast alle Jahr lm Winter,wenn Thauwetter einfällt, auf dem Schnee,manchmal sehrhäufig, herumkriechen sehen. Diese

Erscheinung ist vorzüglich gewöhnlich an Berg»lehnen; wo det Frost und das Thauwetter dieDammerde heben und abrollen machen. Man

nennt