Band 
Dritter Theil.
Seite
910
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3 io Die Warzmkaftr.

Fünf oder sechs Tage vor ihrer Verpuppung kriecht sie schon nicht mehr herum, sondernliegt still, und zwar gekrümmt. Als Puppe ist sie anfangs bleichfiesschfarben, nachherbleichroth und mondförmrg gebogen, und ruht einen Monat.

Aufenthalt und Nutzen. Der Käfer fliegt in Europa und Nordamerika imMay und IuniuS in Wäldern und in Gärten, wo er auch auf Bäumen sitzt. In unge.heurer Merge trifft man ihn zuweilen auf den Voqelbee.blüthen an, und ich (Bechstein)glaubte fast, daß er sich von den Staubgefäßen dieser und mehrerer Bäume nähre und inseinem vollkommenen Zustande ein schädliches Insect sey. Die Larve frißt die Larven vonder Bachmücke (Tipüla) und der kleinen Wafferkäfer (v^tilcus) und jungen Regen,würmer. Desgleichen fallen sie sich einander selbst an. Man hat sie auch feuchte Erdefressen sehen. Besonders verzehren sie, wenn sie millionenweis zu Ausgang des Wintersaus der Erde krieche», eine Menge Raupen, Larven und andere weiche Jnsecten, welcheden Wurzeln der jungen Bäume schädlich sind, ohne das geringste Pflänzchen dabey zu be-schädigen, wodurch also die ungeheure Anzahl der pflanzenververbenden Insecten sehr ver-mindert wird.

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Dritte Gattung.

Die iAnndkäfer. Cicindelae, Lin. Sie heißen auch Sandlaufer, Dünnfußkä,fer, Zangenkäfer, Glimmerkäfer, Glanzkäfer, Laufkäfer, und mißbränlich.< .

leuchtende Käfer.

Gattungskennzeichen nach Linne'.

Die borstenförmigen Fühlhörner sind länger, als der Haksschild, auch dieGlieder oder die Ringe derselben sind lang. Die stark gezähnten Kinnladen ragen her-vor, und sind an der Spitze pfriemenförmig. Der Haksschild ist randlos, vorne» undhinten abgestutzt, und die Augen.erhöht. ->

Der Käfer ist ein rechter privilegirter Jnsecteuräuber sammt seiner Larve. Wennman ihn zwischen die Finger nimmt, so gibt er, wie die Laufkäfer, einen braunen Saftvon sich. Diese Gatcung gehört unter die vorzüglich schönen.

Die Larve ist rund, weiß, lang, braunköpfig und sechsbeinig, mit einem starkenSchild und starken Freßzangen; hält sich in runden, tiefen, cylindrischen Löchern unter derEide auf, die oben auf der Oberfläche einen runden Ausgang haben. Wenn sie hungrigiß, steigt sie herauf, und lauert in dein runden Loche, worein ihr mit einem Schild bedeck.Ler, Kopf accurat paßt, wie Ameisenlöwen, auf ein vorüber laufendes Insect, welches siemit ihren Zangess faßt, und in die Höhle hinunter zieht; worin sie sich auch zuletzt verwan-delt. — Zu L in ne"s Zeiten wgren diese Larven noch nicht bekannt.

Die

nennt dieseschwarzen Larven gewöhn lich Sch n e e»war in er. Wenn es-, wieder friertun& derSchnee eine Ruft bekommt, so führt sie der

Wind oft weit weg. Daher der gemeine Mannsaat, diese schwarzen Würmer würden ge-scyneyt. B.