Band 
Dritter Theil.
Seite
922
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ZL2 Die Laufkäfer. Zweyte Familie.

Garabus fycopbanta Ein. 670. 12. Müller 457. rr. t. 7. f. i;.

— — Eab. Ent. I. 1. 149. 108.

— — Besorgter Forstmann 479.

— — Preyßler I. 8z. n. 79.

— — Walthers Forsiphysiogr. 562.

Galoforna Fab. Syst. Eleutb. L. 212. 5.

Garabus — H ennerts Raupenfraß t. 7. f. z.

— — Herbsts Emieirung r. 26.4.

— — Sulzers Geschichte t. 7. f. 1.

Scha efferi Icon. t. 66. f. 6. Scliaeff. Elementa k. 2. f. r,

Kennzeichen der Art. Käfer. Geflügelt, mit violettglänzendem Hals«fchild und goldenen, gestreiften Flügeldecken.

Larve. Schwarz.

Beschreibung des vollkommenen JnfectS. Der Käfer ist bald11, bald 12 bis 14 Linien lang und prächtig. Kopf und Fühlhörner sind schwarz,und-der Halsschild blau. Die etwas viereckigen Decken sind grüngoldglänzend, undbey unsern Exemplaren von Frankfurt mit rothgoldglänzender Schillerung, so daß derRand derselben sowohl als des Halsschildes metallblaugrün funkelt. Die Streifen derftl«ben sind gezackt, an der Zahl ftchszehn (Linne" zahlte 15) auf jeder Decke. Er ist mitUnrerfiügeln versehen, und hat einen sehr bittern, widerwärtigen Geruch, auch sprüht ereinen stinkenden Saft aus dem Munde weit von sich. — Eine der größten Verschie-denheiten ist jene, wo die Flügel ganz roth und mit einem starken Metallglanzprangen.

Die schwarze Larve ist ii Zoll lang.

Aufenthalt. Der Käfer findet sich im Frühjahr unter Steinen, und im Ju-nius in hyhien Weidenbäumen und auf Eichen in einigen südlichen Gegenden von Deutsch ,land; aber in unserer hiesigen Nahe nicht.

Nutzen. Dieser ist wichtig und groß. Denn der Küfer besteigt die Baume, undholt die größten Raupen, z. B. des Rosenspinnerö, Phal. Bombyx Dispar, und desNonnenspinnerS, P. B. Monacha, herab, die er begierig auffrißt. Auch macht seineLarve oft auf die Raupe deö Viereichenspinners, P. B. ProcefRonea, und des Nonnen-spinnerS Jagd. Eine Colonie dieser Geschöpfe wäre wohl für die Forsten hier und daWohlthat.

Anmerkung. Daß wir den merkwürdigen Dombardierkäfer, Garabns crepitans L., nichtmilzähle», kömmt daher, weil er andern schädlichen Insecte», wegen seiner Kleinheit von 4 Zoll,nickt viel Abbruch thun kann, und nicht einmal im Stande ist, sich gegen seine Gattungsgenos»scn, b sonders den vorstehenden verratherischen Laufkäfer, zu wehren. Eine Zeit lang hilft ersich dadurch, daß er aus dem After einen bläulichen Unangenehmen Dunst mit einem starken Ge-räusch fahren läßt; wodurch dieser anfänglich erschrocken zurück weicht und ihm Zeit zur Fort-setzung seiner Flucht läßt; gemeiniglich aber zieht doch bey Wiederholungen dieser Art der Bom»

' bardierkäfer zuletzt den Kürzern. Er ist rostfarbig, mit schwarzblauen Decken und i Zoll Lange,UNd heißt in Fabricii Sylt. Eleutb.: Brachinus crepitans.

Fünfte