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Die Wassernymphen. Erste Familie.
Dir 6; Linien messende, gelblichbraune, durchaus schwarzgefleckte, zartbärkgsLarve hat 2 kleine Augen an der Seite, 2 kurze Fühlhörner, am Borderleib vier War.zen, einen breitgedrückten Hinterleib, der sich mit z Stachelspitzen endigt, womit sie Luftholt. Nach mehreren Häutungen erreicht sie ihren Puppenstand, wo sie 8 Linien mißt,eben so gefleckt bleibt, nur etwas dunkelfarbiger wird, und zuletzt aus dem Wasser heraus ansSchilf steigt, um sich zu entwickeln.
Aufenthalt, Fortpflanzung und Nutzen. Die Wassernymphe fliegt imMay und October gemeiniglich niedrig an der Erde auf Wiesen; und die Larve lebt imSchlamm im Wasser von kleinen Fischen und Jnftcten.
Das Eyerlegen verrichtet das Weibchen erst im Herbst, wo es solche ins Wasserfallen läßt, und bald darauf stirbt.
Der Nutzen ist oben im Allgemeinen angeführt, und besteht darin, daß das voll-kommene Jnfect viele forstschädliche Schmetterlinge wegfängt. Ihre Reizbarkeit und Le-benökraft ist groß und merkwürdig. Brahm schnitt einmal von ungefähr einer derselbenmit einem Federmesser den Körper ab, der sich noch nach 24 Stunden bewegte. Mankonnte ganz deutlich sehen, wo sich die dünne Haut auf dem Bauch ausdehnte undzusammenzog.
2. Die rothbrüstige Wassernymphe. I^ideiiulLruKicunäL, Lin.
Namen, Schriften und Nachweifung der Abbildung.
Rothbrust.
Libellula rubicunda Lin. 902. 4.
— — Fa b. Ent. II. 377.13.
Rösel II. Wasserinsccten. 2. t. 7. f. 4.
Kennzeichen der Art. Nymphe. Alle Flügel sind durchsichtig, und nurdie Hintern an der Wurzel schwärzlich; der Hinterleib ist ziegelbraun. Letzterer ist nebstdem Vorderleib am Männchen rothbemakelt, am Weibchen gelbgefieckt.
Larve. Nicht sehr platt, sondern mehr gewölbt; der vorhergehenden Art
ähnlich.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnsectS.Die Flügelausbrcitung beträgt beynahe z Zoll, und die Länge vom Kopf bis After i Zoll8 Linien. Ihre Hinterflügel sind an der Wurzel schwärzlich. Der Kopf ist glänzend roth.braun; der Vorderleib nußbraun; der schmale, spitzig zulaufende Hinterleib ist gelbbraunmit 5 schwarzbraunen Längsstreifen; die Füße sind schwarz. Bey Varietäten ist derHinterleib zur Hälfte schwarzbraun.
Die Larve ähnelt mit der vorhergehenden, ist nicht platt, sondern mehr
gewölbt.
Aufenthalt und Nutzen. Wie bey der vorhergehenden.
Anmerkung. Eine dieser rothbrüstige» in Ansehung des Körperbaues und der glänzend rothbrau-nen Augen ähnliche steht man zuweilen in der Mitte des Augusts in Wäldern fliegen. Sie
unter-