Band 
Dritter Theil.
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Dle Wassernymphen . Erste Famllte.

unterscheidet sich von der rothbrüstigen dadurch: r) dasi Brust und Hinterleib aus dem Gel«den ins Grüne fällt;

N 2) daß der Vordcrleib am ersten Gelenk einige rothe LängSstriche führt;

z) daß am Hinterleib die mittelste von den drey schwarzen Längelinien einen carminr»thcn Ueberzug, und jedes Gelenk eine oevpeite schwarze O.ucerlinie hat;

4) daß an der Wurzel der Hinlcrflügel nichte Schwärzliches zu sehen ist. Sollte sie je»doch eigene Art seyn, so könnte sie Libellula rubrolineata heißen.

Z. Die platte Wassernymphe. Libc-llula depressa, Lin.

Namen, Schriften und Nachwcisung der Abbildung.

Plattbauch.

Libellula depressa I,in. 90a. 3.

— — ■ Fab. Fnt. II. 373. n. 2.

— —- Dr a hmI. ioi. 340.

Rösel II- Wasserins. 2. r. s. I. 4. Weibchen mit Larve. t. 7. f. 3. Männchen

mit Larve.

Kennzeichen der Art. Nymphe. Alle durchsichtige Flügel sind an derWurzel etwas schwärzlich. Der breitgedrückte, am Männchen blaue, am Weibchenbraungelbe Hinterleib ist an den Seiten gelb.

Larve. Grü'ilichschwaszgrau und plattlki'big mit schmalen, hellen Queerstrer'ftn

und 3 Längölinien auf dem Hinterleib. Die Puppe ist größer und kochiggelbbraun.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnsectS.Das vollkommene Jnstct mißt nach beyden Geschlechtern in der Flügelausbreitung nichtganz 3 Zoll, in der Länge des Körpers 1 Zoll 7 Linien. Alle Flügel sind mit einem ora-niengclben Längöstrichelchen an der schwarzen Wurzel versehen. Der dicke Vorderleib hateinen grünlichweißen Längsstreis an jeder (Leite und ist nebst dem Hals braun. Die großenAugen sind glänzend braun. Der Hinterleib ist breitgedrückt, am Männchen blau, amWeibchen braungelb, bey beyden an der Seite gelb. Letzteres hat auch gelbe Oberschenkelan allen Füßen.

Die 9 Linien messende, grünlichschwarzgraue und plattleibige, mit hellen Queerli-nien und Z Längölinien auf dem Hinterleib bezeichnete Larve ist behende unb hurtig. Sieist an den Füßen heller, und hat an den 4 vordem, da wo die Fufiblätker eingefügt sind,eine hakenförmige Hervorragung. Die drey Stachelsvitzen dienen ihr zum Luftholen, sowie ihr die auf der Unterseite am Kopf befindliche Fangzange in Gestalt einer Maskezum Fang weicher Jnseccen dient: welche Werkzeuge sie mit andern Wasserjungfern ge-mein hat.

Die i Zoll 3 Linien messende männliche Puppe ist größer als die Larve, kothig.gelbbraun, mit schwarzem Halsband und Queerstreife auf dem Hinterleib. Die weiblichemißt, i Zoll, hat kein Halsband, ist aber am Körper überall schwarzgefleckt. Bey deeEntwickelung im Julius oder August hangt sich die aus dem Fluß hervorkommende Puppebald an Schilfgrae, bald an Steine oder niedriges Gras an, wo dann das vollkommeneJnstct die Hülfe durchbricht. ' Au senk-