Band 
Zweiter Theil, G bis O.
Seite
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-schaffen und Künste. Für Kranken-, Armen- und Waisen-häuser ist aufs Beste gesorgt.

Genf / scanz. Geuöve/ die Hauptstadt des KantonS,am südlichen Thurm der Hauptkirche unter 46" 12' 18" derBreite und 23" 47 ' 45 " der Lange. Der auf einem Sand-felsen gelegene Theil der Stadt erhebt sich 100 F. über denSee, oder 1250 F. u. M. Sie zahlt in 1332 Häusern28,000 meistens refarm. Einw. und ist die volkreichste unterallen Städten der Schweiz. Die Rhone verlaßt den L>eein 2 Armen und bildet eine 780 F. lange und 130 F. breireInsel, trennt die Stadt in zwei ungleiche Theile, von wel-chen der am rechten Ufer befindliche ehemals eine Borstadtwar und St. Gervais genannt würd, die aber durch zweiparallellaufende hölzerne Brücken wieder verbunden werden.'Die Lage der Stadt hat etwas sehr Reizendes, und obgleichikr Inneres den lachenden Umgebungen nicht entspricht, sowird doch kein Fremder diese alrc Grenzstadt der Allobrogenohne Bewunderung betreten. Von der einen Seite erblicktman von der Höhe des Morizplanes (allgemein Saint-An-toine genannt) zu seinen Füßen einen in der schönen IahrS-zcir spiegelhcllen See, welcher sich trichterförmig erweiterndzwischen den herrlichen Ukerbekleidungen ausdehnt, die mitwecbselfarbigem Laubgebusch, mit zierlichen Land- und Gar-tenhauschen und Stadien, Flecken und Dörfern prangend,in Wiesen und Weiuhügeln sanft abgerundet sich hinüberneigen zu der klaren Flache, und in ihr aufs neue wiedergebrochen erscheinen. Zur Seite, aus der Mitte des leichtgebogenen-Thals, zwischen den langgedehnken Rücken desSaleve und der Voirons steigt die hohe Piramide des Moleauf, über den hinaus die hohen Eisgebirge Savoiens sichin den Wolken verlieren. Auf der andern Seite, von demSpaziergang der Treille, sieht man ein ovales Bassin vorsich, zu dem der Blick über terrassenförmig absteigende Gar-ten und Baumgange hinausdringt, hier den Zusammenflußder Arve mit der Rhone , am Fuß der schroffen Hügel vonSt. Jean und la Barie, dort eine Menge von Landhäusern,Weiler» , Dörfern und Städtchen entdeckt, welche halb unterdem Scharten von Obsthainen zu ruhen scheinen. Und diesGanze von den schroffen Felsenwänden des Saleve, von denabgerundeten Höhen des Sion und der Buache und von denbewaldeten Abhängen und nackten Gipfeln des Jura um-schlossen , bildet eine reizende, sehr malerische Landschaft.Die Häuser sind größtenrheils hoch ( manche haben 5 bis 0Stückwerke), und die meisten Ltraßen sind abhängig. Ausservielen schonen Privatgcbauden sind von den öffentlichen be-sonders sehenswerth: die hochliegende Hauptkirche zu St.Perer, welche unter andern auch das Grabmal Agrippad'Aubignö's, des Freundes Heinrich IV, und des HerzogsHeinrich von Rohan, der Anführer der Protestanten inFrankreich und ein Schwiegersohn des berühmten Sully war,enthält; das RarhhauS, zu dessen höchstem Punkte man mitkleinen Wagen hinauffahren fann, an welchem Schnccken-wege der Behälter des durch die hydraulische Maschine ausder Rhone bis hierher ausgetriebencn Wassers, zur Bersor-