vergeben. Die Höfe Sachen, Rüti , Reinsfelden und Zweyelenfind hier kicchgenössig. Auch hat die Gemeinde zweckmäßigeingerichte Armenversorgungsanstalten.
Glefelau/ kl. Dorf von 20 Wohngcbäuden in derPfarre und den Kr. Flums, im St. Gall. Bez. Sargans .
Glenn/ Gün auch Gön, eine Bäuerde, im GerichtSafian im Hochgerichte Thusis , im bünd. Grauenbund. Zuder Gemeinde gehören die Höfe Krähe, in der Beinle,Bühl , Burg, Obergön, Reimoden, Neukirchen, auf'm Boden,Birchenhof, l^äfele, Cempel, Brand, Earvilboden, Fitge-rein, Rütelte u. s. w. Bei Glenn stand das Schloß zurBurg.
Glenncr, der, auch der Lugnetzer-Nheill ge.nannt, ein bedeutender Bergstrom, im Hochgericht Lugnetzoder Gruob, im obern oder Grauenbund des K. Bünden.Er entspringt in zwei Armen, von denen der nordwestlicheseinen Quell am Fuße des Disrut hat, und das Lugnetzdurchströmt. Der südwestlichste Arm entsteht am Moschclhorn,und würd auch Rhein von Zafreila oder St. Peter genannt,weil er durch dieses Thal stießt. Beide vereinigen sich unter-halb Surkasti, und ergießen sich nach einem Laufe von 8 bis 10St. in den Korberrhein, östl. unterhalb Jlanz. Die Mün-dung des Glenner in den Rhein ist 2210 F. ll. M-
Glercssc, siehe Ljegerz.
GlerolleS/ ein altes Schloß, dicht am Genfersee ,auf der große Straße von Lausanne nach Bevay, im Kr.St. Saphorin und waadtl. Distr. la Baux, 2^ St. vonLausanne und sH St. von St. Saphorin. Es liegt aufeinem Felsen, war einst ein Sommeraufenthalt der Bischöfevon Lausanne , jetzt aber mit seinen Zubehörden Privateigen-thum. Man hat hier einige römische Münzen gefunden, unddaher behaupten wollen, daß der alte Thurm von den Rö-mern erbaut worden sei. Ein nahes kleines von Riva; da-von getrenntes Dorf, und unter dessen Namen begriffen,dürfte das alte Glerolles sein.
Gletscher/ der, eine Benennung, womit man diegroßen Eismassen bezeichnet, welche in den Felsenthälern derAlpen und anderer Hochgebirge gefunden werden, oft t>bis10 St. lang, 1 bis 2 St. breit und 100 bis 1000 F. dicksind. Das Wort stammt, so wie die französische BenennungGlacier , entweder aus dem Lateinischen von Olacies, Eis,oder aus dem deutschen von glatt, glitschen, her. Die Glet-scher entstehen von dem, in hohen Gebirgsthälern sich anhäu-fenden Schnee, der von dem auf seiner Oberstäche geschmol-zenen Schneewasser durchsickert, sich in feste Eismassen ver-wandelt, die durch die große Menge Schnee, welche inLauincn von den umher stehenden Bergen herabstürzt, schnellvergrößert werden, und oft bis in die fruchtbarsten Thälerhinabstarren. Daher kann man in manchen Gegenden mitder «inen Hand einen Gletscher berühren, und mit der an-dern Blumen pflücken, die nur unter italienischem Himmelgedeihen. Nach Ebel belauft sich die Zahl der vom Mont-blanc bis an die Grenze Tirols in den Alpen befindlichenGletscher gegen 400, von denen wenige kleiner, als 1 St.,sehr viele aber 6 bis 7 St. lang, und bis ^ St. breit