Band 
Zweiter Theil, G bis O.
Seite
98
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bei dem Wirthshaus, das ganz oben !m Dorfe steht, 5140F. ü. M. Die vielen unbewohnten steinernen Häuser indiesem Ort geben ihm ein trauriges Aussehen, und zeugenvon der Auswanderung der männlichen Bevölkerung, diedem Zuckerbäcker- und Destillicrgewerbe im Auslande nach-zieht. Es liegt ungefähr raufend Schritte vom Jnn, undjenseits desselben ist Giarsun, das ihm zum Filial dient undtrefflichen Obstwachs hat, während Guarda von Fruchtbäumenganz entblößt ist. Nahe dabei öffnet sich das 2 St. langeThal Tuoi, welches auf daS Sardaskathal im Prettigaustößt. Diese Gemeinde hak ihre eigene Oekonomie und gibteinen Geschwornen als Mitglied der Zivilobrigkeic von Ober-val-Tasna.

Guar davas/ eine Schloßruine in der Gemeinde Ma-dulein im Ober-Engadin und bünd. Gotkeshausbund, aufeiner aussichtreichen Anhöhe. Es ward von Bischof Volcardvon Chur in der Mitte des 13 Jahrh, erbaut, und wegenBedrückungen und Gewaltthätigkeiten der Burgvögte zerstört.

Gubel/ eine Berghöhe in der Zugec Gemeinde Men-ingen, mit zerstreuten Häusern, einer Kapelle und Wald-bruderei und einer weiten Aussicht. Die schöne Anhöhe istgeschichtlich merkwürdig, d-.irch einen Angriff der kakhol. Eids«genossen auf die Zürcher , in dem Religionskrieg von 1531,bei welchem die letztere, von jenen zur Flucht genöthigt wurden.

GublcN/ Weiler in der Pf. Bauma, im zürch. AmtKyburg.

GubleN/ zerstr. Ort von 17 Wohnungen, in der Pf.Oberkirch und dem Kr. Kaltbrunnen , im St. Galt. BezirkUznach .

Gudo , Pfarrdorf von 190 Einw. , im Kr. Ticino unddem tesstn. Bez. Bellinzona . Hier zieht man den besten Weinim ganzen Gebiet, und aus den Rebenhügeln auch vielePfirsiche.

Guebiät/ le- kleine Häusergruppe in der GemeindeElay sSeehöf), bei rvelcher der Weg aus dem Vcrmes-Thalnach Solokburn vorbeigeht, im bern . A. Delsberg.

Gucrchg/ eil/ Weiler in der Pf. Estavayer-lc - Gib?lour, im freiburg. A. Farvagny.

Gümmenen, Groß-, lvohlgebautes an der Straßevon Bern nach Murten , jedoch tief liegendes Dorf, mit.'zwei Gasthöfen und einer Getreidemühle, in der Pf. Mühle-berg und dem been. A. Laupen. Hier ist eine Züllstäkke,wegen der an diesem Ort über den Sanenflüß führenden,vielgebrauchten Brücke. Gümmenen wird von Reisenden undFuhrwerken belebt, und die wegen der steil ansteigeüdeuScraße nöthige Vorspann, bringt den Gastwirthen und an-dern Pferde-Eigenthümern täglichen Verdienst. Hier wurdeim burgund. Kriege von 1476, Herzog Karl zurückgetrieben,und im Revolurionskampfe 1798 beschoß eine französischeDivision den hiesigen Posten.

Giimmenen, Klein-/ Dörfchen zur Rechten derSaanen , durch welche es von dem erste,n getrennt wird.ES liegt ebenfalls an der Straße nach Murren und ist zuZecrenbalm kirchgenössig.

GümmllNgeN/ Dorf an der Landstraße von Bern