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Kamoc erstickte eine vom Berge herabstürzende Lauinc vierKinder, zerbrach ihrer Mutter Armund Beine, entwurzeltegroße Baume und schleuderte Menschen hoch in die Luft.1749 wurde beinahe das ganze Dorf Ruäras im Tavetscher-khal von einem Schneesturze fortgerissen und 100 Menschenwurden verschüttet, von denen man 60 noch lebend ausgrub.Mehrere Häuser wurden so weggeschoben, daß die schlafen-den Einwohner nicht aufwachten und mit Sehnsucht demTage entgegen harrten. 1806 riß ein Schneestucz im Ca-lankakhal einen großen Wald von einer Seite des Thalshinab, und hob ihn auf der andern Thalseite wieder ober-halb einem Dorfe hinauf. Eine Tanne ward auf das Pfarr-haus gepflanzt, als ob sie dort aus dem Schnee hervor-gewachsen wäre. Besonders wurden in der Nacht vom 12.zum 13. Dezember 1808, wo ein starker Südwestwind wehte /in Tirol und der Schweiz viele Menschen durch Lauinen ge-lobtet, stundenlange Thäler entwurzelt, Häuser und Gärtenfortgerissen und viel Vieh zerschmettert. Der Schade in denKantonen Bern, Schwyz, Uri, Glarus und Graubünden betrug mehrere Millionen Franken. Der letzte Lauinenstuiizbedeckte 1827 das wallis . Dorf Biel, dessen Gebäude großten-kheils zerstört wurden.
Lauis und Aauiser-See/s. Lugano und Lu-ganer-See.
LaupeN / ein bern. Amt, gegen Osten vom Amt Bern ,gegen Westen vom Kanton Freiburg, südlich vom Saanen -fluß und nordwärts vom A. Aarberg begrenzt. Die Saanedurchstießt dasselbe. Der Boden besteht aus Fels, Lehmund Letten, und hin und wieder aus Mergel . Seine Pro-dukte sind Getreide, Baumfrüchte, Bauholz, Steinkohlen,Schiefer, Sand- und Feuersteine. Die Einwohner, die 1037mit 1,771,900 Franken affekurirte Häuser haben, und derenZahl sich auf 6526 belauft, sind als fleißige Landwirlhe be-kannt und stehen mit ihren freib Nachbaren in mannichfal-tizem Verkehr Die Kirchspiele dieses Amts sind : Neuenegg ,Laupen, Fcerenbalm, Mühleberg und Frauenkappelen , wozuMünchenweiler und Clavaleyres , die zu Mucten , und einigeOrtschaften, die nach Kcrzerz eingepfarrt sind, ebenfalls gehören.
Lauven/ Städtchen und Pfarcgemeinde mit einem aufeiner Anhöhe schön gelegenen oberamtlichen Schlosse beimEinfluß der Sense in die Saane . Ueber die erstere gehteine bedeckte und über die letzte eine Schiffbrücke. Der Orczählt 52 Häuser und mit den ihn zunächst umgebenden Mohn-gebäuden 450 Einwohner. Er hat, seiner Kleinheit un-geachtet, drei Thore, ein Rathhaus und einen wohl-gebauten Pfarrhof. Zur Kirchgemeinde gehört noch Kriechen-bühl. Sie enthält 758 Seelen. Laupen genoß bis zurStaatsumwälzung beträchtliche Freiheiten und war eine derältesten Besitzungen Berns . Im Mitkelalker geborte es zuKleinburgund, und kam mit diesem an daS Reich. KaiserRudolf ertheilte ihm 1275 die Unmittelbarsten und gleicheRechte mit Bern . Dieses letztere erhielt 1308 vom GrafenOtto von Skrasberg Laupen als Reichspfandschaft, und er-warb üch 1324 die noch übrigen Rechte von dessen Tochttr-maun. In drr gewaltigen und blutigen, aber für Dez-: