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Sammlung nützlicher Machinen und Instrumenten nebst deren Erklärung aus dem Französischen, Englischen und andern Sprachen ins Teutsche übersezt / aussgefertiget von Veit Balthasar Henning
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Zweites Zehend

I^um. 14* und ^5»

^3b. XXXV. k XXXVl.

/r/-re L?c.

Hölzerne Brücke mit einem einzigen Bogen von 180. Pariser-Schuhen im Diameter, welche dem Dorfe 8 evre gegen über sollte über die

Seine geschlagen werden.

amit man die Einrichtung dieser Brücke wohl hegr-ifen möge, so muß man sich vor, «.<.stellen, daß dieselbe aus siebenzehen Verbindungen von Holzwerke bestehet, wel-i^ck.che in dem Grundrisse kiA- r. abgetheilet zu sehen sind. Diese Verbindungen ge, svanthen unterwärts näher zusammen, als oben, und haben also gewisser Massen eine ^99keilförmige Gestalt, so daß sie sich vermöge ihrer Figur an einander in freyer Luft M' 7 ' 5 '^ erhallen, und zwar noch eher, als besonders dazu gehauene Steine, weil diese ^

^schwer sind. Eine jede von diesen Verbindungen bestehet aus vier Balken 6. c, v. 6g. z. xj»

M stösset auf jeder Seite an eine eben dergleichen Verbindung k L k, mit welcher sie nach Be-Men der Umstände durch hölzerne oder eiserne Nägel 6,6.6,6, zusammen gefüget ist. VonMn kleineren Verbindungen sind nach der Breite der Brücke allezeit fünfe zusammen gefüget.

Mey unn 6§. 4. gehen nur bis an den Fuß-Boden der Brücke, die beyden äussersten m aber x-.

M Häher geführet, und dienen dabey statt eines Geländers. Queer über denselben gehen dieKnde-Balken L hin, welche solche vermittelstdrr Einschnitte l- zusammen halten. Auf die obernji^de-Balken, werben die Böden gelegek, aufweiche der Sand geschüttet und gepflastert wird.

A mehrerer Deutlichkeit willen ist hier der Aufsatz beygefüget, welcher dem Herrn Colbert zu-^ mit dem Modelle dieser Brücke überreichet wurde. .

V» Der Fluß hat an dem Orte, wo die Brücke soll gebauet werden, 628. Pariser Schuhe ln dleAlle. In der Mitte ist eine Insel, welche davon 180. wegnimmt- Der Canalgegen PariSAm rr4. Schuh, und der gegen Sevre -8 8. Schuhe breit. Das Modell hatdie Breite von 1 8c).

^Mlihen, weil man voraus sehet, daß die Wiederlagen auf jeder Seite zQ. Schuhe wegnehmen,

Zvon auch dle eine breiter seyn kann als die andere, wenn es der Zug des Wassers erfordert.

Brücke soll auf der Seite von Paris bis an die Insel gehen,vd.. In der Insel muß ein Damm geführet werden, welcher so breit ist als das Ende der Brücke,

-lijl dreißig Schuhe. Dieser wird mit einer zulänglich- dicken Mauer gefuttert, welche einen oderSchwibbogen hat, damit das grosse Wasser zu Winters - Zeit sich verlauffen kann.rk>,» .Der andere Canal gegen Sevre ist zwar 288. Schuhe breit, er kann aber eine Brücke vonder Breite bekommen als verändere, und die noch übrigen 108. Schuhe können auf beydenso mit Dämmen ausgefüllet werden. Denn ob dieser Canal gleich breiter ist, als der andere,er doch nicht gar viel Wasser, und man hat keine Gefahr zu besorgen, wenn man ihn gleichh. , Enger machet- Man hat ferner zu überlegen, daß diese zwey Bögen, deren jeder 180. Schu-ja^Eir ist dem Wasser mehr Freyheit lassen, als alle Schwibbögen der Brücke zuSt.Cloudzu-IL^en genommen, weil bey dieser dle Pfeiler wenigstens dendritten Theil des Flusses einnehmen.

n aber ja diese beyden Bögen nicht groß genug seyn, so kann man jeden noch um dreißigB^»de erweitern. Damit aber die Proportion des Modelles erhalten werde, darf man denses nA ^ virrzehen Zolle in der Länge geben, da sie nur 12, Zolle lang sind. Es scheinet aber die-st^Wr "°thig zu seyn. Der Bogen selbst ist ein Stück von einem Zirkel, weil diese Figur denLea.?n Widerstand leistet. Die Seiten - Hölzer der Verbindungen laufen insgesammt schräge*be»Vn Mittelpunkt ru, wie die Steine welche zu Gewölbern gehauen sind- Sie haben alsoKraft, als dergleichen Steine und sind doch leichter. . ^ ,

Hott Balken woraus der Bogen bestehet sind nach der Lange zusammen gefehet, weil dasNqchk" vleser Lage entweder gar nicht oder doch sehr wenig schwindet, und mehr widerstehet, alsdgß Breite. Man kann eine bleyerne Tafel zwischen die Enden legen, diese wird verhütenKeuaüjE Enden sich nicht an einander reiben und dadurch erhitzet werden, ingleichen daß sich keinedes daselbst Hinein gehet, und daß sie desto fester an einander stehen, weil sich die Zasrrn

Es auf beyden Seiten in das Bley hinein drücken.

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