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Sammlung nützlicher Machinen und Instrumenten nebst deren Erklärung aus dem Französischen, Englischen und andern Sprachen ins Teutsche übersezt / aussgefertiget von Veit Balthasar Henning
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Sammlung. I^um. 2 s.

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v Allein, obgleich dieser Grundsatz, wann er an denen gemeldeten Maschinen genutzet wird,' d,!? ön allen andern Maschinen mit gleicher Leichtigkeit sich keinesweges anwenden lässet, je-s^) darzu sehr wohl behülflich ist, daß man gar füglich einsehen kan, woher der Vortheil einerK schwachen Kraft, über eine grosse Last, entspringet, wann he nehmlich beyderseits, sich in Be-Aung befinden; so kan man dagegen mit Nichten auf ebenso deutliche Art, ihr Gleichgewicht,A vorstellen, welches derjenige Stand ist, in welchem die Theorie der Mechanick, sie allezeit zur, wehten gewohnt ist. Wann, zum Exempel, eine schwehre Last, und eine schwache Kraft oderj E'veLast, aufbeyden Seiten der feststehenden Unterlage eines Hebels, so angebracht seynd, daßK Abstände von dieser Unterlage, unter sich, in eben der Verhältniß stehen, wie umgekehrt ihreMuten Kräfte oder Massen; so stehen sie miteinander im Gleichgewicht. Es ist vollkommenMß, daß, wann diese beyden in solchen Stand gesehtenLasten, sich in Bewegung brachten, sieKwendig alsdann vermöge ihrer Stellung in Ansehung der festen Unterlage, solche Gefchwin-Kelten haben würden, von denen die grössere, der kleinern Last zugehörete, deren Schwäche vongrossem Geschwindigkeit so ersetzet werden würde, daß ihre Kräfte oder Bewegungs-Gros-Uölsdann einander vollkommen gleich wären. Diese Gleichheit, die von dem ersten Augen-'ihrer Bewegung an, erfolgen würde, verhindert die Bewegung, pfleget man zusagen, und

Ht würklich vorhanden seyn sollte, darum, weilen sie sich nicht bewegen!

Es ist unstrittig, daß eine natürliche und wesentliche Sache, die sich der Bewegung dieser La-^widersehele, dem Verstände unendlich mehr Genüge leisten würde, und allerdings auch viel^ dasjenige Mittel seyn mögte, dessen sich die Natur würklich bedienet. Das seynd des seel.Mw VLriznon, seine eigentlichen Gedanken, die wir nunmehro etwas deutlicher erklären wol.Das ist der neue Schlüssel, den er vor die ganze Mechanick gefunden.s«„. Wir wollen alsobald zu mehrerer Leichtigkeit, zwey gleiche Kräfte annehmen. Die eine,Ansehung des Horizonts, höher erhoben, oder die obere seyn, die andere aber, die untere.Ade sollen zugleich einen und den nehmlichen Cörper oder Punct, nach einer senkrechten Dire-ziehen, die obere aufwärts, die untere niederwärts. Es ist gewiß, der Punct, wird im ge--Mcn nicht beweget werden: Die beyden Kräfte, werden nichts anders thun, als wider einem-selbst würken, und sich gegeneinander aufheben, weiten sie einander gleich, und ihrerDirectioirO, gerade einander entgegen gestellet sevnd. Bildet man sich ein, die obere habe ihren Ort oderc« öh verändert, und sich mit der untern unbeweglichen vereinbahret, so, daß nunmehro ihre Dire-Aen einerley geworden wären; so wird der Cörper oder Punct, den sie nun fortziehen werden,s'ö) diese beyde sich zusammen verbundenen Kräfte, vollkommen unter einerley Erfolg undWür-beweget werden, und zwar senkrecht von oben gerad herunter, mit derjenigen Geschwmdig-sie Welche die Summe dieser beyden Kräfte bewürken muß. Folglich, da die obere Kraft, so langUvterwegens gewesen, sich mit der untern unbeweglichen Kraft zu vereinigen, beständig fort denhAer-solchergestalt fortgezogen, daß ihre Direction, keinesweges der untern ihrer Dwectionidj/Milnen und ganz und gar, sondern nur eines theils, gerad entgegen gelaufen, folglich, sage ich,t^der Cörper beständig fort,immer starker und starker,und in eben dem Maaß, mit so viel gröse-^Aschwindigkeit beweget worden seyn,so wie sich die beydenDirectivnen immer mehr und mehr"Ker eHen und gänzlich widereinanderlaufenden Richtung entfernet und genähert haben,px. Wehrend der ganzen Zeit nun, da sich die obere Kraft in Bewegung befunden, hat der Cör-chf'vcher nach der einen noch der andern Kraft ihrer Direction, beweget werden können: Denn.

Kräfte, huben ihr Vermögen beständig fort in soweit gegeneinander auf, als sie nehmStander gerad entgegen gesehet verblieben, und konnten dem Cörper nur in sofern eine Bewe-^ herschaffen, als sie ihr Vermögen gegeneinander nicht aufhuben, nehmlich, schlechterdings>ch denjenigen Theil ihres Vermögens,der ihnen gemeinschaftlich und eigenthümlich übrig^"Einander zugleich, einerley Würkung zu vollbringen. Der Cörper ist dann also nun, intlern Fällen, nach solchen mittlernDirections-Linien, beweget worden, die zwischen ihreL erstem Directionen, hineinfallen.

Liebt überhaupt nur zwey Arten, einen Cörper in seiner Bewegung aufzuhalten. ManHfMie entweder, in die Linie seiner Direction, eine unüberwindliche Hinderniß in Weeg setzen:

^nselben mit einer gleich starken Kraft, nach einer vollkommen widerwärtigen oder geradvlir-^iöufenden Direction, fortzuziehen suchen. Nimmt man schlechterdings nicht mehr, alsMere,. f?ürkende Kräfte an; ss fehlet alsdann nichts, als die unüberwindliche Hinderniß. Invst, rij^sbpothese oder nach unserm angenommenen Grund-Satze,kan nun also der bewegte Cör-Ait-er.st"ssders, als durchdieseHinderniß, aufgehalten werden. Sie muß ihme aber in seinersikiie, entgegen gesehet werden. Da er nunmehro aber seine Bewegung nach dieser

weiter fortzusetzen vermag,welche die beyden Kräfte,von dem Cörper beschreiben zu las-M seynd; so bleiben sie,ohngeachtet derjenigen würklichen und wahren Bemühung, den-Mchss'f Wurkung, welche sie beständig fort wahrhaftig beybehalten. Sie üben beyde ihren^ibet c>i l. öder nur gegen eine Hinderniß, die demselben nicht nachzugeben vermag. Es'chts-§?"beweglich. Und das ist das, was man das Gleichgewicht oder den Gierchge-^>rand zu nennen pfleget.

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