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Sammlung nützlicher Machinen und Instrumenten nebst deren Erklärung aus dem Französischen, Englischen und andern Sprachen ins Teutsche übersezt / aussgefertiget von Veit Balthasar Henning
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Sammlung. Num. Z6.

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era leichter einsehen, daß diese Wendung der Ruder, nicht eher geschiehet, alsdannwenn das Ruder allbereit seinen vertikalen »der lvthrechten Standt verlaßen, und allenund Nachdruck gethan hat, den es zu thun vermögend war. Durch diese Constru-und hinzugethanene neue Anordnung, ist nun der beschwerliche Umstand, der mit diesenden Rudern, annvch verbunden und verknüpft war, völlig gehoben und gänzlich aus^ Weege geraumst.

Bergleichung der gemeinen Ruder, mit denen Dreh-

oder Kurbel, Rudern.

Man hat die Bewegung, welche ein Schiff vermittelst der Ruder und der Leute, diee>e bewegen, macht, eben so angesehen, als die Bewegung einer Galere. Die Gewalt"er der Nachdruck, den die Ruder-Knechte gegen den Hand-Grif des Ruders ausüben,^ der abgetheilte Wiederstand des Wassers, der wieder das andere grose Ende dieses nehm-h^RuderS geschiehet, lassen sich merklich genug empfinden in dcmUnterlags-Orte, allws^ ^"der dem Schiffe getragen wird, oder wo das Ruder auflieget. Dieser Ort^ Punct ist gleichsam nichts anders als die Stütze oder Unter-Satz eines gemeinen He-der je und allezeit die Summe dererjenigen beyden Gewichte oder Lasten tragen muß,Svenen er an seinen beyden äusersten Enden versehen ist, wobey auch noch dieeigene Schweh-gi "es Hebels,'nicht aus der Acht zu lassen, die Gewichte oder die an einem solchem Hebel.Micirten Kräffke, mögen übrigens in einer Verhältnis oder Reciprocation stehen, wie sieimmer wollen. Ze grösere Gewalt also an deni kurzen Ruder-Theil ausgeübet wird,mehr Wiederstand sich nach Proportion an dem langem Ruder-Theile herfur thut;Aw mehr Gewalt und Nachdruck empfindet auch der Ort, wo das Ruder auflieget.s'Ne Galere würde sich also allerdings bloß allein nur mit zween Rudern, eben so geschwm-. bewegen, als sie sich mit allen denenjenigen beweget, welche man hierzu anzuwenden ge-ahnt ist; Wann es nehmlich möglich wäre, daß diese beyden Ruder durch den ganzen^elaven-Schwarm, und zwar mit einer stets gleichen und unveränderlichen Geschwmdlg-.->t, beweget werden könren, und überdeme auch diese Ruder die gehörige Breite und un-

I ^Sangliche Stärke hätten. ' ^ ^ ^

! o,. Diese Betrachtungen, haben zu der Entdeckung der perpendrcularen RudeEnlaßge-ssl "w so mehr, da die andern gemeinen Ruder schlechterdings nuraus der OberflacheWassers wegstreichen, wenn das Meer in Bewegung ist , und die Wellen groß sind,mfeilen und zwar mehr als zu oft, gar kein Wasser erreichen noch berühren, mithin sol-! gestalt gar unbrauchbar werden. Da dann solchenfalls die Ruder-Knechte, aus Man-nes Wiederstandeö, zu Boden stürzen. ^ c,

> hst Diese Ungemachlichkeiten, können aber bey denen neuen Rudern schwehrlich dorsal-^ weilen sie perpendicular ins Wasser schlagen, und tief genug hinunter reichen , solchesd-^tcht verfehlen können: Und wenn auch ein Schlag leer ausgehen sollte; so haben je-jedoch die Ruder-Knechte Nichts davon zu befürchten, weilen sie bey jeder Vibration oderUmlauf der Ruder, ihren festen Halt haben, welcher Umlauf mehr nicht betraget, alsv^rthalb Schuh vorwärts, und eben so viel rückwärts. Ueberdeme gehet auch bey denendie Rudern, mehr als die Helfte der Zeit verlohren, weilen sie vorher erst wieder inh^Hohegehoben und zurück gebracht werden müßen, ehe man wieder zur eigentlichen Ru-^...Abeit schreiten kan: Dahero eS dann auch geschiehet, daß die Galere gleichsam von

^.Itbeit schreiten kan: Bmhero es oann auu, ^>.p v... ^

zu Stoß oder schlagweiß fortrückt, so daß diejenigen, die in derselben eingeschlossenjedesmahl, Me und jede Ruder-Schlage, gar merklich empfinden, da hergegen dieRuder beständig eine gleichförmige Bewegung haben, weilen sie ohne allen Zeit-Ver-Ztiii» entlieh auseinander folgen, wodurch dem Schiffe eine vollkommen gleiche Bewe-gleichförmiger Lauf, beygebracht wird, von welchem die in demselben befindlichen'snen, keine Stöße oder Schläge empfinden, und gleichsam gar nichts wahrnehmen.

chw ^an hat sich allerdings nicht geringen Nutzen von dieser neuen Erfindung zu versspre-zwar in Ansehung dessen, daß durch dieselben eine weit grösers GeschwindigkeltBewegung erhalten wird, wenn wir nehmlich den Unterschied betrachten, der!ich s, ber gemeinen Ruder-Arbeit und derjenigen an denen Dreh-und Kurbel-Rudern,ssly-Mur thut. Letztere, geschiehet in einem fort, ohne alle Unterbrchung , mrt einer he-lft, "S gleichen Krasse und Stärke, die je und allezeit nach einerley Drrectwn angebracht^ ^ - ..«^vv-mebetwiedemRuder-Schtag,

isziveyte, das Rü-terarbeiten. Nurverliehret er noch

'Ehen seiner Stärke, durch oen ^cic^iur. Sclaven - SchwarmS

Ruder-Knechtschaft, welche, da alle Leute zugleich miteinander niederfallen,vj»idaß die Galere tiefer unkersinket, und die Bewegung schräg macht, welches-u dem baldigen Ruin des Gebäudes beyträget. Das sind aber bey weiten noch

Nn nicht