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Was nun übrigens die Ruder-Arbeit bey dieser neuen Art zu rudern anbelanget;Scheinet dieselbe bey weiten nicht so beschwerlich zu seyn, als bey dem gewöhnlichen Mdern, angesehen die Bewegung nicht so Umschweifen!) ist, wodurch denn also allerdings/einer langen Zeit an der Geschwindigkeit nicht wenig gewonnen werden kau.
Oll.
Eine besondere Art die Ruder zu bewegen.
Erfunden von dem Herrn von Lamus.
,, Ruder ^6. ist an dem äusersten Theile einer Kurbel 0O. befestigt!
Das andere Ende dieser Kurbel l). befindet sich im innern Theile des ScUlaLcklnes fes, und stemmet sich in Form einer Angel, gegen ein Quer-Holz, das gl
n»-8s. Vorder-Theil oder am Kiel des Schiffs befestiget ist. Dieses Ruder voll/
170;. het seinen Umlauf durch Beyhülfe eines Hebels L k, der im Punct l> oder auch ^
Punct st an einem Wagebalken l. O angebracht ist: Und eben dieser Wagebatken ist a/'^^'»^.selbstwieder um den NagelO herum beweglich. Sobald man nun den HebelL?, vorwa^stösset, oder herwartsziehet; Alsobald wird auch die Kurbel dadurch in Bewegung gebraOwodurch dann auch zugleich der Wage-Balken i-w. den Weg t.k. in der Wendung /rück legen muß. Der Hebel Lst ist ebenfalls auch auf seinem Puncte st beweglich, u^zwar so, daß er sich svwvl erhöhen als erniedrigen muß, st nachdem man das äusere E/des Hebels, st wechselsweiß vor- oder rückwärts stößet, damit auf solche Art die Cir/lar-Bewegung der Kurbel st dadurch um so mehr erleichtert werde. ..
Das kleine Quer-Stuck TO> das auf der Bank des Schiffes K8 befestiget /dienet zu nichts anders, als den Punct O des Waage-Balkens in so mehrere Sicher/zu versetzen, damit dieser Waage-Balken i-N beständig auf seiner Angel verbleibe, w/nehmlich der Hebel auf oder niederwärts gezogen wird- ,,
Die dritte Figur stellet das Schiff vor, so wie es am Kiel oder am Vorder-T/rU.jn dle Augen fallt, und wie es zugleich auch noch mit einem zweyten Ruder versehen,
das dem erstern, welches wir vorjetzo beschrieben haben, vollkommen ähnlich ist: Esst/met sich ebenfalls auch gegen das Stück O; Und der Hebel, der es in Bewegung st/führt abermahlen feinen Angel-Nagel an dem ausern Ende des schon oftgedachten Wstge-Balkens l-N. Eben diese Figur zeiget auch zugleich die klocallon Linie, oder den Q''wie hoch das Schiff außerhalb dem Wasser stehet, wie durch die beyden Buchstabenbemerket worden, wie nicht weniger auch die Wasser-Schlage derer Ruder. ^
Die beständigen Frictionen oder Reibungen, die bey dieser Maschine vorfallen, stAgen zu ihrem Untergang, und zwar in kurzer Heit, sehr vieles bey, weshalben sie dann /zum Gebrauch aufs Meer, wenig oder nicht tüchtig seyn mögte- Wenn man sich aber)/ser Maschine bedienen wollte; würde es sehr gut seyn sich zur Vorsicht mit denen ordiriustund simpeln Rudern noch absonderlich zu versehen, Massen diese neue Arten von Rudernzerbrechlich sind. Inzwischen sind deren Bewegungen sehr sinnreich, und können zu Ger/ken Anlaß geben, dieselben auf andere Fälle und Umstände anzuwenden, wo sie sich /'sthinschicken mögten. Man könte allenfalls auch diejenige Verbesserung an diesem Ru^anbringen, die der Herr von (Zu« an denen seinigen vorgenommen, nemlich dieselbenauf ihre platte Seite, bald auf ihre Schneide, zu verwenden
* Man sehe deshalben nach in der Beschreibung der gleich vorhergehenden Maschine.
lad. 01II.
Andere Manier Ruder zu bewegen.
Erfunden von Herrn Lamus. ^
. v, c, v. muß vor ein Stück von einer Galere angesehen werden ; wennihren Bord perpendiculäre oder senkrechte Ruder anordnen will; Gehet st»Stiel dieser Ruder in ein Loch hinein, welches an jedem äußern Ende des RH»s-bi angebracht ist. Dieses Stück ist längst dem Schiffs-Bord bnvegllstK/zwar vermittelst zweyer andern Stücke i und st. die innerhalb, langst dem Schlffv-^^i.u.r. gebrochen sind, oder einen Winkel fvrmiren, um sich mit einem dritten Stuck tvi>i's Ebinden, das eben die nehmliche Lage hat, wie 6kst An denen äusern Enden von ^ Q/zwey Kurbel-Stangen ^0. und blk. mit Nägeln versetzet angebracht, die um
l^om. II.8cc. «le»rasckincr170z.klo. 86