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V. Zeitraum.
E r si e r A b s ch n i t t.
Fortschritte, welche sowohl der Theoretische als der Praktisch«Theil der Gcschühkunst in diesem Zeiträume machte.
§. 7 -
obwohl man schon seit dem Anfange des Siebeii,
zehnten Jahrhunderts in den Niederlanden undbei den Schwedischen Heeren angefangen halte, sichnicht allein im Felde kürzerer und leichterer Kanonenzu bedienen, als vorher; sondern auch sogar das Be-lagerungsgeschütz in der nemlichcn Proporzion verferti-gen zu lassen; stimmten doch die deutschen Artilleristenkeine«weges in diese Neuerungen ein, sondern behiel-ten immer noch die ehemaligen Verhältnisse bei. ZweiUrsachen bewogen sie dazu: einmal der nicht zu wider-legende Grundsatz, dasi ein längeres Geschütz einenweiteren Kernschuß hat, als ein kürzeres; und danndie Anhänglichkeit an die gewohnten starken Labungen,von den die kllrzen Geschütze theils zu schnell erhizt,theils auch zu sehr zurück gestossen wurden
§. 8 .
h) "Die verjüngten Stücke hat man erfunden, sagt Mie th:(NcuereGcschütz-Beschreibung i68Z.ioI. I.Buch Kap. 29)„in Feldschlacbten und Treffen, solche leichter fort zu„bringen, und geschwind damit zu agircn, welches ins,„gemein nun wenig Stunde» geschieht. — Daß aber„»»zeitige Spahrcr und lateinische Artilleristen, zugefah-„ren sind, die Verjüngung derer Stücke, so in und vor„Festungen gebraucht werden, auf die Bahn zu bringe»,„haben sie zu unrechter Zeit von den Franzosen, welche„ihrer liederlichen Art nach, allezeit nur etwas neues„(wann es gleich schlimmer alß das alte) suchen hervor