Band 
Zweyter Band.
Seite
15
JPEG-Download
 

Einleitung.

15

und nahm ihnen bei Peterwardcin 160 Kanonen undMörser, bei Belgrad aber 1 31 Kanonen und dreißigMörser ab; eroberte auch Paaczowa, Vipalacka,Mehadia, Orsowa, Semendria und Schabah.Wirft man einen Blick auf den Verlust derTürken in diesen Feldzügcn; kann man nicht anders,als ihre ausserordentlichen Hülfsqucllen bewundern.Wenn auch die Kaiserlichen zuweileir einigen Verlristerlitten, stel doch nie eine beträchtliche Mei.ge Geschützin die Hände des Feindes, während dieser nur alleinin den Schlachten bei Salankemen, Zenta, Peter-wardein und Belgrad über Sechshundert, größtemtheils metallne Geschütze auf dem Schlachrfelde zurückließ. Es würde in der That jeder anderen Europäi-schen Macht schwer geworden sein, in jenen Zeile» ei-nen solchen Verlust bald wieder zu ersetzen; währenddie Türken immer in kurzer Zeit wieder völlig zumKriege gerüstet waren.

Kaum darf man des Krieges von 1797 erwähnen.Er ward Oesterreichischer SeikS so zwecklos, mit soviel Fehlern geführt, daß man Türken gegen sich habenmußte, um nicht noch mehr zu verliehren als wirklichverlohren gieng. Denn die Janitzaren waren jezk beiweitem nicht mehr das, was sie im vorigen Zeitraumewaren. Je mehr sie Einsiuß auf den Thron und dieRegierung erhielten, um so schlechter ward die Manns«zucht bei ihnen, und mit dieser wich auch gleichsam ihrvoriger Muth. Hätte in diesem Kriege, wie in denvorhergehenden ein Ludwig von Banden, einEugen von Savoyen an der Spitze der Kaiser-lichen gestanden, das Resulcat des Belgrader Friedenswürde ohne allen Zweifel besser ausgefallen sein.

Erster