z.Abschn. Einricht. u, Rüst. d. Kavallerie. 117
Dragoner mußten jedoch in diesem Zeitraume noch seheoft absitzen, entweder um in der Schlachtordnung dieLinie der Infanterie zn vcrgrössern und irgend einschwieriges Terrain zu behaupten, wo sie zu Pferdenicht agiren konnten, wie dir Französischen in demTreffen beiLeuse(l69l)und beiSteenkerken (>692)'),und die Russischen Dragoner bei Lezna; oder aber umden Feind aus einem von ihm vertheidigten Hause zuvertreiben. Sie führten zu dem leztern Entzweck zurweilen Handgrenadcn bei sich, womit z. B. eine Hun-Lect Mann starke Parrhei Schwedischer Dragoner 1702die von den Pohlen in Coppirha besetzten Häuser reuuigte m ); ja, die Kaiserlichen errichteten bei den Drargoner; Regimentern besondere Grenadier - Kompagnie»,wie schon oben gesagt worden ist (§. 8?.).
Eü läßt sich nicht mit Gewißheit bestimme», wielange sich der Gebrauch erhalten hatdie Dragonerabsitzen imD zu Fusse fechten zu lassen. Gewiß ist eö:daß er gegen die Epoche der Schlesischen Kriege hin,immer seltner zu werden ansieng, bis er sich endlichganz verlohr, und man nur einzelne Beispiele davonbei Deraschemcutern und Partheien findet.
§. 98 .
Zu Ende dieses Abschnittes kann ich das Franzörsssche sogenannte Königliche Haue nicht mit Still-schweigen übergehen, jene Leibwache Ludwigs desVierzehnten, wie eö vorher nie eine gab, und wieauch zuverläßig nie wieder eine existiren wird. Sie
war
l) Fcldzüge des Marsch, v. Luxemöurg r. S. y6. z.
S. 58.
m) Adlerseid hist. milit, de Charle« XII. L p. S0-.
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