z. Abschn. Einricht. u. Rüst. d. Kavallerie. 137§. 128.
Wir kommen jezt zn der irregulairen Kavallerie derTürken, die von zinsbaren Fürsten und Ländern gestellt,selbst in Kriegszeiten keinen Sold von der Pforte rr-hält, und ohne Kriegszuchl und Ordnung den friedli-chen Einwohnern fürchterlicher als dem Feinde Abbruchzu thun im Stande ist. Sie bestand im fünften Zeit-räume zuvörderst aus den Krimmifchen und Budgiackirschen Tartarn, deren Mursen oder Edelleute ver-bunden waren, mit einer bestimmten Anzahl ihrerLehnsleute unter Anführung des Khans im Felde zuerscheinen. Dieses Korps, das sich nie über dreißigtaufend Mann belaufen hat, war in gewisse Kamerad-schaften oder Kasans (Kessel) von fünf bis SiebenPersonen vertheilet, nach deren Zahl dann immer auchDie Stärke derDclaschementer bestimmt ward. Obschondie Tartarn der Pforte völlig unterworfen waren undder Khan ganz unter den unmittelbaren Befehlen desSultans stand, gab lezterer doch keinen Tribut, son-dern erhielt vielmehr in Kriegszeiten eine bestimmteSumme auf soviel Leute, als die Pforte nöthig hatte.
$. 129.
Nebst den Tartarn mußten auch die M 0 l d a u e r, dieWallachen, und die Sieben bürger eine AnzahlSoldaten für die Pforte ins Feld stellen. Die Mol-dauer sind bekanntlich ein aus Griechischen und Ka-tholischen Christen vermischtes Volk, und nicht alleinmit Abgaben in Geld und Lebensmitteln belegt, son-dern muß auch noch auf Kosten des Adels ein KorpsReuterei ins Feld stellen und unterhalten. Der Heer-führer dieses Korps heißt der Hermann und wirdvon dem Fürsten ernannc.
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Genau