4. Abschn. Stellung und Bewegung. 141
wäre, begnügte man sich die Glieder duplieren zu las-sen, wenn man daö Pelotonfeuer machen wollte, einFall der nur auf dem Exerzier-Platze vorkam; wäh-rend man — bei den Franzose» zuerst — aus einemganz anderen Grunde die Zahl der Glieder bei demFußvolke anfangs auf Fünfe und dann auf Vieresiezte q ).' Ja, der ältere Puyfegür halte schon imJahr ,674 bei Erstürmung der Linien vor Arras dieInfanterie in Zwei Glieder rangiret, um dem Fein-de feine Schwäche zu verbergen.
§. lZ2.
Bei der so auffallenden Verschiedenheit der Stärkeder Deutschen und der Französischen Bataillone fühltendie Generale der lezteren bald das Bedürfniß, einegrössere Fronte zu haben,, um dem feindlichen Glieder-sieuer ein eben so wirksames Feuer entgegenzusetzen.Weil man jedoch bei dem wirkliche» Einbruch in denFeind sowohl alö um dem Angrif der Kavallerie zu wi-derstehen, eine tiefere Stellung für unentbehrlich hielt;auch überhaupt bei den Deutschen jene Ursache derFranzosen zn Verringerung der Tiefe weg fiel, behiel-ten jene noch lange die Stcllungsart zu Sechs Manntief bei, und verliessen diese nicht eher, bis ihnenFriedrich Willhelms Feldherr, Leopold vonDessau das erste Beispiel dazu gab.
§. iZZ.
Zu der immer höher getriebenen Geschwindigkeitdeö Feuers war die Stellungsart in drei Gliedern vor-züglich deshalb die schicklichste, weil in der Chargi-rung hier nur Ein Glied niederfallen durfte. Dennoch
ahmte
q) Quincy art de la guerre p. 95. Memoires de Feu-qiueres I. chap, 26.