4- Abschn. Stellung und Bewegung. 1.57
nun sein Vorschlag erst in der Mitte des Achtzehn-ten Jahrhunderts von Friedrich dem Zwei-ten befolget ward, während jenes Zeitraumes hinge-gen das Geschütz mit dem Gepäck allezeit in einer besoimderen Kolonne niarschirre, und so auch im Lager seinen:abgesonderten Platz hakte; gebühret ihm doch daL'Verdienst der ersten Idee einer Einrichtung: bei der'man nicht mehr in die Verlegenheit kommen kann, sich-ohne Geschütz mit dem Feinde schlagen zu müssen, werm,.man von ihm während des Marsches oder unerwartet:im Lager angegriffen wird. Ein auffallendes Beispieldavon ist das Treffen bei Steiukirchen, wo der Franszösische Rechte Flügel schon längst von den Alliirten kasnoniret ward, ehe das Geschütz, das hinter der Mittedes Lagers aufgefahren stand, in dem sehr koupirte.rTerrain herbei gebracht werden konnte d ). Dies erleichsterte das Anrücken der Alliirrcn ungemein, und dieFranzosen wären unfehlbar geschlagen worden, hättenjene sich nicht so lange mit Feuern aufgehalten, sondernwären sie gleich auf die noch nicht formirten Französirscheu Brigaden los gegangen.
§. IsQ.
Man scheint übrigens den Vortheil sehr gut ge-kannt zu haben, den das Geschütz bei dem Angriffwie bei der Vertheidigung im freien Felde gewährte.Selbst KorpS, die blos aus Kavallerie bestanden,führten zuweilen Kanonen mit sich, wie die ?6ooPferde, mit den Kurfürst Friedrich Willhelmvon Brandenburg im Jahr 167z den Schweden ent-gegen gieng, bei den sich zwölf Kanonen befanden *).Auch der Prinz Ludwig von Banden nahm vier
kleine
ä) Feldz. des Marsch, v. Luxemburg 3. <0, 6a.e) Memoires de Braiidcnbotirg p. 123.