Band 
Zweyter Band.
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4> Abschn. Stellung und Bewegung. 165

führt. Allgemein bekannt ist Ludwigs des Vier-zehnten Uebergang über den Rhein '672 bei Tol-hnyö: durch einen Ausbruch Französischer Lebhaftigkeitveranlaßt und durch die Unentschlossenheit der Nieder-länder begünstiget. Es würde diesen ausserdem leichtgewesen sein, die zuerst herüber gekommenen Franzosenin das Wasser zurück zu jagen. Nicht minder kühnwaren einige Uebergange, die Karl der Zwölfteunternahm, und glücklich ausführte. Er bediente sichmehrentheils zu dieser Absicht der Flössen, die aus Balkenznsammengcfezt und mit einer hölzernen Brustwehr ver-sehen waren. Die, auf welchen er im Jahr 1718über den Sund nach Friedrichshall ftzte, waren sogroß, daß jede zwei achtzehnpfüudige Kanonen und%oo Mann faßte. Oft wurden die Flössen auch blosohne Brustwehr erbauet, und zu Brücken angewendet,wie es schon im vorigen Zeiträume 1620 von Frie-drich Grafen zu Solms, 1631 von Gustav Adol-fen bei Landsberg und von den Sachsen 1636 ohnweitHalle geschehen war.

§. m.

Merkwürdig ist nicht minder der erste Gedanke:längst des diesseitigen Ufers eine Pontonsbrücke verfer-tigen, und dann auf einmal im'Gattzen über den Flußhinüber schwenken zulassen. Karls des Zwölf-ten Unternehmungvgeiste verdanken wir diese kühneIdee. Er ließ bei Warschau eine Brücke von fünf-zig Pontons cmf diese Art verfertigen, und schicktedann einen Lieutenant mit dreißig Grenadieren nach demandern Ufer, um die Brücke hinüber zu zkkhen und zubefestigen. Zum Unglück war die Weichsel durch einenanhaltenden Regen eben sehr angeschwollen, daß die

Brücke

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