6. Abschn. Lager und Feldverschanzungen. 207
heit durchzuschlagen und sich nach Srndomir zuretten s ).
§. 204.
So ward auch früher — 170s — ein Schwedi-scher Rittmeister mit Hundert Pferden von Acht Kvm-pagnicen Pohlnischcc Kavallerie und ZweihundertDeutschen Dragonern angegriffen. Diese Uebermachtnöthigte ihn.' sich auf den Kirchhof des Dorfes Co-nalleu zu ziehen, wo er seine Leute hinter die Mauerstellte, und ein lebhaftes Feuer machen ließ. Zwarsaßen die Pohlen ab, um den Kirchhof zu stürmen,während andere auf das Dach der anstoßenden Pfarr-wohmmg stiegen, und von da unter die Schwedenschössen; allein diese schlugen nicht nur alle Stürmeab, sondern thaten auch einen mnthigen Ausfall, undsteckmi die Pftmwohmmg in Brand, so daß die Pohrlrn den Angriff zulehc aufgeben mußten
§. 2Qs.
In allen den hier angeführten Fällen hatten dieAngreifenden entweder kein Gcschüh, oder aber be-dienten sich desselben nicht. Als aber im Jahr «737drei Kompagnieen Sächsische Infanterie in dem Pohl-Nischen Städtchen Warrha von den Konföderirten an-gegriffen wurden, hatten diese Acht Kanonen bei sich,und beschossen die Mauern deö Mönchsklosters damit,wohin sich die Sachsen gezogen harten, weil sie zuschwach waren, das Städtchen selbst zu behaupten.Allein, dieses Feuers und der wiederholten'Angriffe der
Pohlen
ß) Geschichte Moritzens Grafen von Sachsen. I Dd. S. 17.
der Deutschen Uebersebung.li) Hist. JvTilit« de Charle3 XII, T. 3; p- 393-