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Zweyter Band.
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V. Zeitraum.

§. 207.

Viele Treffen dieses Zeitraumes bieten UNS ein amLeres Beispiel verschanzter Posten dar: die Dörfer,welche vor der Fronte oder in der Linie selbst lagen,und die man befestigte und mit Infanterie und Gerschütz besetzte. So hatte der Prinz von Oranienum das Dorf Neerwinden 1693 eine Verschanzungauswerfen lassen, und auf die Höhe, welche das Dorfbestrich, Geschütz gestellet. Man verschanzte oft aucheinen Theil des Schlachtfeldes selbst, wenn man sichfür zu schwach hielt, und das Treffen dennoch nichtfüglich vermeiden konnte. Diese RctranschementS nunbestanden entweder aus einer fortlaufenden Linie, welrches vorzüglich bei den Franzosen gewöhnlich war;oder auch wohl aus einzelnen Reduten und Feldschan-zen, wie Türen«e 1652 beiSt.Quentin, wo ihn dieSpanier nicht anzugreifen wagten, weil er RedanSdreihundert Schritt vor seinem ersten Treffen aufrwerfen lassen, deren jedes er mit sechzig Musketirernbeseht hatte In der Schlacht bey Pultawa warenebenfalls die vor der Fronte der Russen befindlichen Re-duten eine Hauptursache der Niederlage Karls desZwölften. Zuweilen legte man auch noch besondersdetaschirte Reduten und Forts in der Weile eines Flin-tenschusses vor die fortlaufenden Linien. Türennethat dies i6?8 vor Dünkirchen, und St. Cruxempfiehlt diese Methode zur Nachahmung m ). Manhielt sich dann gewöhnlich gegen allen feindlichen An-grif vollkommen sicher, und war es auch, so langeder Feind die Verschanzungen für unangreifbar hielt,wie es gewöhnlich geschahe.

§. 228.

I) klemoir. de Puysegtir p. 377.

ni) T. 3. des Campemens chap. 7.