6. Abschn. Lager und Feldverschanzungen. 2 n
§. 2c>8.
Dies war die nächste und größte Veranlassungzu dem Wahne, der in diesem Zeitraume fast allge-mein herrschend ward: ganze Länder durch eine fort#laufende Kette von Verschanznngen zu decken, obrschon sie allezeit durchbrochen wurden, wenn eS demFeinde einfiel, sie anzugreifen. Eine solche Linie ließLudwig der Vierzehnte 169s von der Scheidebis an die Lys ziehen, die eine zehn Fuß dicke Brust-wehr, und einen zwölf Fuß liefen, fünfzehn Fuß brei-ten Graben hatte. Zwanzigtausend Bauern arbeite-ten an diesen Linien, und machten in acht Tagen eineLänge von siebentausend Toisen fertig "). Diese Li-nien hatten weiter keinen Nutzen, als die Truppendurch ihre Bewachung zu beschäftigen; denn sie warenwegen ihrer Länge durchaus unhaltbar, und mußtenallezeit öei Annäherung des Feindes verlassen werden.In der Folge wurden auch an dem Criachon, an derScarpe und an der Sambre bis an die Maas Linienangelegt, die mehr zu bauen und zu unterhalten ko-steten, als die Alliirten im Stande gewesen wären,durch Kontributionen aus den durch die Linien gedeck-ten Ländern zu ziehen. Auch gewährten sie diesen Vor-theil nur bis zu dem Augenblicke, wo M a r l b 0 r 0 u g hbei Arleux sie durchbrach °). Im Jahr 170? wurdendie neuerlich wieder bekannt gewordenen Linien amSpeierbach angelegt, deren linker Flügel sich an dieVogesischen Gebirge lehnt, und deren rechte Flankean den Rhein stößt, so daß sie eine Länge von bei-nahe fünfSkunden haben. Sie bestanden aus Reim-ten,
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n) ibid. chap. 5.0) Quincy p.llg*