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Zweyter Band.
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6 . Abschn. Lager und Feldverschanzungerr. 21z

den so sehr am Hermen lag; denn kaum war der Prinz1727 gestorben, alöVillars die Linien eroberte p ).

Auch Oesterreich und Mähren wollte man durchdergleichen Linien gegen die Unternehmungen der Mal-conteiiren sichern; allein vergebens, sie wurden zu ver-schiedenen Malen und an mehreren Orten von ihnenüberstiegen.

§. 229.

In Absicht der gewöhnlichsten Form dieser Linien,bestanden sie abwechselnd aus Sreruschanzen, Redurten und Redanö, die durch eine Kurtine zusammen-hiengen. Gewöhnlich gab man dem Graben zehn biszwölf Fuß Breite und neun Fuß Tiefe. Die Brust-wehr ward fünf bis sechs Fuß hoch, und fünf Fußdick, Glacisförmig aufgeworfen; auf ihrer Krone abermit einer drei Fuß hohen Pallifadirung versehen, dieeben so tief in der Erde stand ^). Man hatte dieseStellung der Pallisaden aus der Zestungsbaukvnst ge-nommen, wo sie von den Spaniern und Holländernanfangs nur immer auf das Glacis gesetzt ward.Man sahe jedoch in der Folge ein: daß sie hier nichtam rechten Orte standen, und fieng daher an, siebald auf die Berme, bald auf die Contrescarpe hin-ter

p) Bei dem Besuche, den der Marschal Villars derverwittweten Markgräfin machte, gab er ihr auf ihrenGlückwunsch wegen Eroberung der Linien zur Antwort:"DaS Unternehmen war leicht, weil der Prinz nicht„mehr lebte. Ich glaube, daß selbst sein Sarg die Li-nien vertheidiget hätte, wenn er auf die Brustwehr„gesetzt worden wäre." De Ligne Memoir, für les Camp.du Pr. Louis de Baade Totn.j.

q) Memoir. de Puyfegur p. 488.

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