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Zweyter Band.
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6 . Abschn. Lager und Feldverschanzungen. 215

Dabei unterscheidet sich die vierte Art von der drit-ten blos dadurch, daß der GlacisförmigeAnfwnrfvordem Graben sich ungleich weiter in das Feld erstrecket,und zehrn Toisen von dem Hauprgrabeu einen, achtFuß tiefen und zehrn Fuß weiten Vorgrabcn hat. Diedurchgängige Hohe der Brustwehr betrug Fuß.

§. 211.

Von der Sitte: die Stand.- und Marschlager zuverschanzen, gieng man in diesem Zeiträume beinahegänzlich ab, weil es bei der immer schneller werden-den ArtKrieg zu führen, wo man selten lange auf einerStelle weilte, und schon auficng, dein Feinde durchkühne Bewegungen einen Vortheil abzugewinnen, dieZeit nicht verstattete. Man begnügte sich, eine gnreStellmig zu nehmen, so daß man im Fall eines An-griffes mit einiger Wahrscheinlichkeit darauf rechneukonnte, den Feind zu schlagen; oder daß man selbst imStande war, ihn anzugreifen, sobald sich eine gün-stige Gelegenheit dazu fand. Zuweilen brachte manwohl auch einige Verschanzungen mit an, wenn diegewählte Stellung defensiv war, wie z. B. das Lagerdes Prinzen von Oranien bei Neerwinden. Sichganz in RetranfchementS einzuschließen, war nur inden Feldzügen gegen die Türken noch gewöhnlich; undselbst hier bestanden diese Retranschementer nicht sowohlaus Verfchanznngen im eigentlichsten Sinne des Wor-tes, als vielmehr in Hindernissen, die man dem wü-thenden Anfalle der Asiatischen Reuterei entgegenseht^Das gewöhnlichste Mittel waren die spanischen Reu-rer, wie schon oben (§.126) gesagt worden ist; oftbediente man sich auch der Wagen zu demselben Ent-zrveck. Ein Gebrauch: der sich bei den Russen bis aufUnsere Zeiten erhalten hat. Sie bedienten sich der Wa-

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