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Zweyter Band.
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246 V. Zeitraum.

der ausübenden Kriegskunst kcineöwegeS durchaus un-entbehrlich.

§. 248.

So lange die Türken unaufhaltsame Fortschrittein Europa machten, bedurfte» sie keiner BefestigungS-kunst, weil sie nicht in den Fall kamen, die vonihnen eroberten Städte Hnngarns wieder vertheidigenzu müssen. Sie begnügten sich, die von den Griechi-schen Kaisern mit Mauern und bald runden, baldviereckigen Thürmen befestigten Städte Natolienö nach-zuahmen, als sie während der Belagerung von KandiaDie neuen Dardanellen am Pont Eupin erbaueten.Diese Schlösser bestanden aus einem rcchtwinklichenViereck mit runden Thürmen; jedes von ihnen hattegegen die Seeseite eine niedrige Batterie von sechzehenschweren Kanonen. Die von den Türken auf den InselnLeo Dnieperö nach der Eroberung von Zegriu angeleg-ten Foriö, um die Streifereieu der Kosackcn auf demSchwarzen Meere zu verhindern, waren ebenfalls vonviereckiger Form, mit vielseitigen Thürmen auf denEcken k ).

§. 249.

Bei Bestimmung der Stärke der Besaßung einerFestung rechnet der Graf Montekukuli auf jedenSchritt des ganzen Umfanges der Festung — längst derinneren Seite der Brustwehren — Einen Mann. An-dere haben auf jedes Bollwerk sechshundert Mannverlangt; der Marschal Vauban hingegen fordertfür jedes Bollwerk soa, auf ein Hornwerk 60c»,und auf einen halbe» Monden oder detaschirte Re-Lute i so Mann; endlich will er zu tausend Infante-risten

k) Marsigli Stato milit. del Imp. Ottom. 2 Part.; p. X45*