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Zweyter Band.
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g.Abschn. Belagerungskrieg.

fcn ’)• F e uqu i e r e S verwirft den Gebrauch der Cir»cumvallationsliliien überhaupt, und räth anstatt der-selben die Belagerung durch ein besonderes Observa,tionskorpS nach dem Beispiele Eugens und Luxem-burgs zu decken ').

§. 257.

Wenn die Festung eine starke Besatzung hatte,begnügte man sich nicht mit der Circumvallarionslinieallein; sondern glaubte sich auch noch durch Contra,vallationen gegen die Unternehmungen der Belagertensichern zu müssen, wie die Franzosen vor Mastricht167z u ). V a u b a nS Parallelen machten in derFolge diese Arbeit ganz überflüssig. Sie war eö schonvorher zum Theil dadurch: daß man ein stärkeresBelagerungskorps gegen die Festung aufstellte.

§. 2?8-

Bei den Deutschen und Engelländern behielten dieLaufgräben fast bis zu Ende noch dieses Zeitraumesdie Gestalt, die sie schon lange gehabt Hatten (Sieheoben l.Bd. S. 522, 523), und wurden an den Bie,gungen durch Redmen gedeckt, dergleichen man zuwei-len auch zwischen die Approschen auf das freie Feldlegte. Bei den Franzosen hingegen bewirkte Vau-ban in diesem Zweige der Kriegskunst, wie bei demFestungsbau, eine gänzliche Reform. Er führte nem-lich in der Belagerung von Mastricht 167z die — zwarfrüher schon bekannten, doch nur selten gebrauchten —Parallelen wieder ein, und der Ort ward dreizehen

Tage

1) Vauban Attaq. et Defense des places a la Haye 1737.

4 ° p. ir.

t) Feuquieres p. 205.

u) Hist. milit. de Louis XIV, p. 351,