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Zweyter Band.
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V. Zeitraum.

fallen, erweiterten den Graben und versahen ihn mitTraversen. Die Laufgraben der Deutschen, beson-ders die zur Communication dienenden, waren übri-gens allgemein so breit, daß man das Geschütz indenselben nach den Batterien führen konnte; die Fran-zosen hingegen gaben ihnen nur zu dem Hin - und Her-gehen der Arbeiter und der Transchcewacht durchausnothwendige Breite, und liessen das Geschütz überdas Terrain nach den Batterien bringen ‘). Weilsie jedoch dabei den Nachtheil hacken: daß ihnen oft dieSrnckpferde getödlec oder die Wagen der Kanonen undMörser entzwei geschossen wurden,,wann sie dieselben aufdie Batterien führen wollten; machten sse in der Folgevor Luxemburg und bei einigen anderen Belagerungenebenfalls die Laufgräben breiter u ).

§. 271.

Die Türken gaben den letzteren feit der Belage-rung von Candia eine von der beschriebenen merklichverschiedene Form. Da sie nemlich keine abwechselndeTranscheewacht hatten, sondern die Ianizaren immerin dem einmal von ihnen gemachten Logeinenc die ganzeZeit der Belagerling hindurch stehen blieben, selbstohne weiter vorzurücken; entstand dadurch eine fastzahllose Menge.bald längerer bald kürzerer Paralle-len hinter einander, die durch schräge gegen die aus-springenden Winkel der Festung zn lattfeude Gräbenmit einüiidcc Gemeinschaft hatten v ). Alle diese Grä-ben schlangen sich mit tausend labyrinthänlichen BierZungen dlirch einander; waren sehr tief, und oben

mit

t) Qui'icy Art de la guerrc p. 205.

u) Goulon Memoir. pour l’Attaq. ct Ja Defense l laHaye 1711. 8 p. 4s.

v) Coutc di Marsigli J. c. Part. 2, p. J36,