8 . Abschn. Belagerungskrieg. 265
mit Hol; und Saiidsäckcn gegen das Einwerfen derGranaten gedeckt. An mehreren Orten befanden sichgeranniigere Aushöhlungen, mit gehauenen Steinenund mit Teppichen ausgelegt, worinn sich die Offi-ziere aufhielten, die ebenfalls durch Holz und Sand-säcke von oben her gesichert waren w ). Diese Tiefeder Laufgräben und ihre mannichfachen Verschlingun-gen verursachten in der Belagerung von Canbia bei-nahe den gänzlichen Untergang der eben erst angekom-menen Französischen Hülfevölker. Mir der blindenHitze, die dieser Nation bei, allen ihren kriegerischenUnternehmungen charakteristisch ist, waren sie zu weitvorgedrungen, und daher nicht im Stande, in dertiefen Transchee mit gehöriger Ordnung ihren Rück-zug zu machen, als die Türken von allen Seiten aufsie los stürzten, und einen großen Theil von ihnenniederhieben x ).
§. 272.
Eö war bei den Franzosen schon seit Heinrichsdes Vierten Zeiten üblich: die Belagerungsarbei-ten zn bezahlen (l.Bd; S. Z82). Man gab fürjede laufende Toise der Sappe von der zweiten biszur drillen Parallele 40S0US; von da an bis an dasGla^is 2 Liv. 10 Sons; auf dem Gla^is z Liv.;noch zehen Sous mehr auf der Krone desselben; 5 Liv.
durch
w) Theat. Eiirop. T. XII; p. 5 Z 8 . Die Türken scheinensich der Sandsäcke überhaupt sehr häufig bedient zu ha-ben, wahrscheinlich wegen des geschwinden Baues, densie gewährten. Sie liessen bei Aufhebung der Belage-rung von Wien 300000 Stück derselben mit andere»Delagcrungsvorrathen zurück.
x) Marsigli Stato milit. T. 2; p. 14a.