8. Abschn. Belagcrungskrieg. 267
bezahlet. Ludwig derFunfzehente sehte die Gra-tifikation der Belagerungsgeschütze, ohne Unterschieddes Kalibers, auf 300 Livr.; wann es auf demGla^iSstand, auf 5 00 Liv.; und für die Batterien auf der Courtrefcarpe oder dem Halben Monden auf 1522 Livr.; sowie die Subsistenz auf 1 ? Livreö a ).
Auch die Venezianer folgten in der Belagerungvon Candia diesem Gebrauche, und bezahlten täglichfünfhundert Thlr. für die Vertheidigungsarbenen.Zugleich gaben sie wegen des Mangels an hinreichen-der Erde für jeden Minierkorb voll Erde, den dieBelagerten von den feindlichen Laufgräben holten,drei Kreußer ^).
§. 27z.
Wenn man mit der Sappe bis auf die Kronedes Gla^is vorgedrungen war, suchte man die Be-lagerten vorzüglich durch Handgranaten und durchein lebhaftes Musketenfeuer aus dem bedeckten Wegezu vertreiben, um diesen alsdann bestürmen zu kön-nen. VorMastricht 167z wurden aufdieseWeise über1 2000 Handgranaten verbrauchtDie Erobetungvon MonS 1691 kostete 3902, und die Einnahmevon Namur im folgenden Jahre 2077z Granaten'').Ueberhaupt bediente man sich der letzteren sehr häufigzum Angrif sowohl als zur Vertheidigung: Bei demEinsähe von ValencienneS im Jahr 1656 durch dieSpanier warfen diese über 3222 Handgranaten indie Französischen Verschanzungen *). Auch die Rus-sen
a) Qiiincy Art de la guerre p. 488*
b) Rimplcrs Schrift- S. 27z.
c) Geißlers Artillerie S. 6z.
d) Feldzüge des Marschals Luxemburg l, S.6., und 111 »S. 15.
c) Mcm. de Montecuculi 11; cap. z; p. 247.