Band 
Zweyter Band.
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Z.Abschn. Belagerungskrieg. 269

den Graben unternommen, um entweder den Mittl-rer anzusehen, oder aber gleich den Sturm antretenzu können, wenn die Bresche durch das Geschützgroß genug gemacht worden war. Bei einem trock-nen Graben senkte man nach dem Grunde desselbeneine Gallerie hinab, um vermittelst der bedecktenSappe hinüber zu gehen. Bei einem nassen Grabenim Gegentheil bediente man sich anstatt der ehemalsgewöhnlichen bedeckten Gallerie von Zimmerwerk —die man mit dem Namen des Sakrament Häus-chens zu belegen pflegte — blos eines Faschinendam-mes, der oft sogar nicht einmal eine Brustwehr ge-gen die Flanke des nebenliegenden Bollwerkes erhielt.In dem einen, wie in dem anderen Falle gieng jederArbeiter mit der Faschine, die er trug, unbedecktbis an den Rand des Grabens, um sie hinein zuwerfen, und dann wieder zurück zu kehren. Weildies jedoch ausserordentlich viel Leute kostete, und derFaschinendamm wegen der dabei getödteten Arbeiternicht selten erst in mehreren Tagen zu Stande kam; liesLandsberg in einigen während des Spanischen Suc-cessionskrieges von den Alliirlen unternommenen Be-lagerungen Wollsäcke vor die Oeffnung der Contre-scarpe legen, und die Faschinen darüber in den Gra-ben hinaus werfen. Auf diese Art waren die Leutegegen das feindliche Feuer gesichert, und die Arbeitgieng eben deswegen ungleich geschwinder von statten').Die Türken bedicnten'sich bei ihren Belagerungen fastimmer der Erd walze, um durch den vor sich her ge-schaufelten Erdberg den Graben zu füllen, und anden Wall zu kommen. So eroberten sie in der be-kannten Belagerung von Kandia alle Vertheidigungs-

wer-

i) Landsbergs Raisonnement von Attaquen.