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Zweyter Band.
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V. Zeitraum.

gar, als sei der Gebrauch einer besonderen Art Erd-bohrer von 2 Fuß Länge und 10 Zoll Breite zuerstvon den Türken eingeführet worden, um in der Nähedcö Feindes Kammern anzulegen. Vermittelst diesesWerkzeuges, das die Erde ohne Geräusch durchboh-ret, und zugleich eine hinreichende Menge derselbenmit heraus 'bringt, liessen die Türken in der Belage-rung vonKandia,einer dichte dabey befindlichen Horch-G a l l e r i e ohngeachtet, vier Minen in der liuken Fa^edes Bollwerkes St. Andreas spielen, wodurch sie denBelagerten 422 Mann begruben y ).

§. 28s.

Gegen den in diesem Zeiträume so sehr verstärktenAngrif bot zwar die vervollkommte Geschütz - undBefcstlgungskunst auch mancherlei Mittel zur Verthei-digung bar; dennoch muß man erstaunen, daß »urdie wenigsten Festungen einigen becrächklichen Wider-stand leisteten, der noch dazu oft mehr in den vielenund groben Fehlern der Belagerer als in der Ge-schicklichkeit und dem Eifer der Besatzung zu suchenist. Die meisten Niederländischen Städte und Fortsergaben sich in dem Kriege von 1672 den Franzosenfast ohne Schwertstreich; selbst die Festungen hiel-ten sich nur wenige Tage, und ein allgemeines pani-sches Schrecken schien den Niederländern die Handzu jeder Gegenwehr zu lähmen 7 ). Nicht besser giengeö in dem darauf folgenden Kriege, wo Mons sich

1691 nur fechzehen, und die Citadelle von Namur

1692 mir zwei und zwanzig Tage hielt, obgleichCöhorn selbst an der Vertheidigung Antheil nahm.

Er

y) Goulon I. c. p. 74.

z) Keatirain bist. des quafre dernieres Campagnes de Tu-renne Paris /782.

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