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welche mit der Ausdehnung der Mvcelieu an Menge zunehmen und gar nicht andersaussehen, als wie es im V. Hefte auf Tafel XIII in Fig. 44 schon für Tilletia beob-achtet und bildlich dargestellt ist. Die sichelförmigen Conidien, welche sich auchdirect als Secundärconidien wieder bilden können (Fig. 7), werden nur in Luft ge-bildet, an den Fäden von Luftmycel, wie es auch früher geschah. Die Mvcelieuwuchsen zu schimmelartigen Hasen mit lagerweise gebildeten Conidienheran, die sich, wiederum cultivirt, in der Bildung von Mycelien mit sichelförmigenConidien dauernd gleich verhielten. Die sichelförmigen Conidien variirten wohl inder Gestalt, die .sich der Fadenform in allen Abstufungen zuneigte, waren aber sonststets die gleichen. Filter der grossen Zahl der Sporenkeimungen verdienen vereinzelteFälle eine kurze Erwähnung, die sich von der normalen Keimung darin unterschieden,dass der Fruchtträger nicht einfach blieb, sondern sich oben in zwei Gipfel theilte,von welchen der eine zwei, der andere gewöhnlich vier Conidien trug. Da wir demgleichen Falle in Xeovossia wieder begegnen werden, so genügt es hier, aut HieFigur 24 kurz zu verweisen.
Tilletia controversa Kühn auf Triticum repens.
Wohl bei keiner Form unter den Brandpilzen treten die Fehlerungen aut derAussenhaut der Sporen schärfer auf, als hier bei der Tilletia controversa. Hohe, zuweiten Maschen verbundene Leisten ragen auf der Fläche der olivenbraunen Sporenhervor (Fig. 2 sp.), welche in Massen als dunkelbraunes Pulver die ziemlich stark an-geschwollenen brandigen Körner der Xährpflanze anfüllen. Das Sporenmaterialdes nicht selten auf den allverbreiteten XährpHanzen vorkommenden Pilzes ist nichtsofort keimfähig, dieserhalb ist auch wohl die Keimung bisher nicht beobachtetworden. Wenn auch mit annähernder Sicherheit angenommen werden konnte, dassdie Keiinuno- keine wesentlich andere als bei Tilletia Caries sein würde, so hatte esdoch einen methodischen Werth, die Keimung zu erreichen und die Umstände fest-zustellen, unter welchen sie erfolgt. Es wurde also, wie früher bei den keimfaulenSporen von Ustilago, das Sporenmaterial, welches in den Fruchtknoten reinlich ab-geschlossen war, in feuchter Erde im Keller aufbewahrt. Es lag hier zwei Jahrelano\ ohne zu keimen. Die Aussenhaut hatte schon an ihrer sonst so deutlichenZeichnung verloren, die Sporen selbst sahen welk aus, als ob sie absterben wollten.Da bemerkte ich am Rande des Culturversuches in Wasser eine Spore, welche aus-gekeimt war. Das ausgelegte Material wurde also weiter liegen gelassen, in der 11 Öff-nung, dass nun auch späterhin die übrigen Sporen auskeimen würden. Und wirklichtrat nach weiteren 6 Monaten die Keimung der Sporen allgemein ein. Die Sporenbehielten die Keimkraft, als sie aus der feuchten Erde genommen und, um die freieKeimuno- vei'hindern, auf trockne Erde gelegt waren, ein halbes Jahr lang bei,