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Untersuchungen aus dem Gesammtgebiete der Mykologie. Fortsetzung der Schimmel- und Hefenpilze. [Heft IX. - XII.]
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ü-iinstio-er Lao-e zu zeichnen, in welcher alle Einzelheiten im Zusammenhänge über-sichtlich sind. Die zehn Fadenconidien sitzen noch auf dem Träger, sie habenin der unteren Hälfte paarweise Fusionen gebildet. "Vier Paare haben bereitswieder in der oberen Hälfte an einer Conidie einen Keimschlauch getrieben, derseitlich eine sichelförmige Gonidie trägt, die schon an der Spitze zu einem langenKeimfaden ausgewachsen ist. Das eine Paar der fusionirten Conidien ist in der Ent-

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wickluno- zurückgeblieben und noch in beiden Conidien inhalterfüllt, ohne Bildungeines Keimschlauehes. Die (onidien sind auffallend lang, fast noch länger wie beiT. controversa. Die Wiederholun«- aller früheren Culturversuche der Fadenconidienin Xährlösuno- ero-ab nichts Neues und immer nur eine Wiederholung der bekanntenEinzelheiten.

Neovossia Moliniae Körnicke auf Molinia coerulea.

Die Gattun o- Neovossia wird von Winter nicht anerkannt und die einzigebei uns vorkommende Form Neovossia Moliniae zu 1 illetia gerechnet. So lange dieKeimung nicht beobachtet war, konnte eine Entscheidung auch nicht wohl getroffenwerden, ob die Gattung Neovossia neben Tilletia berechtigt ist oder nicht, ja esmusste sogar unsicher bleiben, ob sie der Formenreihe der 1 illetiaceen überhauptangehöre. Ich habe nun nicht bloss die Keimung der Neovossia Moliniae, sondernin gleicher Art auch die Keimung und weitere Entwicklung einer zweiten Form ausdem Himalava, der Neovossia Barclayana n. sp. beobachtet und verfolgt, und ich kannden Nachweis führen, dass die Gattung Neovossia neben der Tilletia ihren natürlichenPlatz findet und ungleich mehr berechtigt ist, wie die Gattungen Entyloma undMelanotaenium sind.

Die Neovossia Moliniae scheint, ähnlich wie die Fstilago marginata, eine Gebirgs-form zu sein. Ich habe sie in der norddeutschen Ebene, wo die Nährpflanze Moliniacoerulea überaus verbreitet ist, stets vergeblich gesucht. Das untersuchte Materialverdanke ich den wiederholten Zusendungen von IT', fass i n Laibac h, der es in dendortigen Alpen gefunden und gesammelt hat.

Die Fruchtknoten der Nährpflanze sind der »Sitz des Brandpilzes, sie bergen,bei starker Anschwellung, die dunkelschwarzen Brandlager. Die Sporen des Lagersverbreiten sich leicht in Wasser, sie sind gross = 202<S u Länge und 1420 uBreite und haben eine ausgeprägte Eiform, welche nach unten in ein eigentlnim-liches Anhängsel übergeht (Fig. <S21 sp.), wie es in ähnlicher Art auch beiden Sporen von einzelnen Fredineen beobachtet ist. Die fast schwarze glatte Membrander Einzelsporen, auf welcher nur mit starker Vergrüsserung feine und hellere Punktewahrzunehmen sind, wird durch einen hellen Hof noch besonders gehoben, der sichum jede Spore wahrnehmen lässt und bei der Keimung ebenso wie das Anhängsel