12 Aequator Aligncment und Alignementsobjecte '2
finden, wenn die kürzere parallele Seite des einen Trapezii der länger» derandern gleich ist. ,
Aequator . In der Mitte beider Pole just in einem Abstände von 90Graden von denselben, stellt man sich auf der Erdkugel einen größten Kreis ,gezogen vor, den man den Aequator, die Mittellinie oder den Glei- -cher nennt. Es theilet derselbe die Erdkugel in die nördliche und südliche \Hälfte ab, und macht daher bei der 24stündigen Umdrehung der Erde umihre Are den stärksten Umschwung. Der Aequator wird wie jeder Kreis in3G0 gleiche Theile, die Grade heißen und die jedesmal von Abend nach Mor- }gen gezählct werden, abgetheilt, und da er unter allen Parallclkreisen dengrößten Durchmesser hat, so sind auch auf ihm die Grade am größten und tführen den besondern Namen Grade der geographischen Länge.
Die Benennung Aequator rührt wohl daher, weil die Sonne am Listen .März in den Anfangspunkt des Zeichens des Widders und am 23sten Septbr. nin den Anfangspunkt des Zeichens der Waage kommt, Tag und Nacht dann ■{von gleicher Länge ist und die Sonne im Aequator zu stehen scheinet.
Stellet man sich die Ebene des Aequators bis an die Himmelskugek er- •weitert vor, so wird dadurch auch die Himmelskugel genau in die nördliche >und südliche Hälfte abgetheilet. Die Sterne scheinen im Aequator die schnell- ‘ste scheinbare Bewegung zu haben, die nach den Polen zu immer mehr ab- 'nimmt. Bei der Himmelskugel werden die Grade des Aequators, Grade <der geraden Aufsteigung genannt.
Aequatorhöhe. Wird der Bogen genannt, umiwelchen der im Mit-tagskreise stehende Punkt des Aequators über den Horizont erhaben ist; er >vmißt derselbe den Winkel, welchen die Ebene des Aequators mit der Horizon-talebene macht, oder den Winkel, unter welchen der Aequator über den Ho- :rizont hervorsteigt. -!
Acquatorisch geographische Meile, diese hält nach Hrn. Klä-gels Berechnungen 237M,^ Rhein . Fuß.
Alhidadenkreis. Ein beim Cathetometer angebrachtes Werkzeug. ;Siehe diesen Artikel. • *
Alhidadenregcl oder Alhidadenlineal auch wohl Diopterlineal \genannt, bestehet aus einem Lineale von Holz oder Messing, 8, 10 bis 12 1
Zoll lang, an dessen beiden Enden sich senkrecht auf der Ebene des Lineals j1 bis Zoll breite und 3 bis 10 Zoll hohe Metallplatten aufgerichtet befin- 1den. Die eine Platte hat eine oder auch mehrere ganz feine Oeffnungen zum jDurchsehen, die andere ist ganz durchbrochen und befindet sich in derselben 3Ebene mit jener Oeffnung ein Faden (wozu gemeiniglich ein Menschen - oderPferdehaar genommen wird) senkrecht aufgerichtet. Hie Platte mit der Oeff- j
nung heißt das Ocular - die mit dem Faden das Objectivdiopter. Es ■ ]
ist gleich viel, ob die durch das Ocular und Objectiv gelegte Ebene senkrecht 4
auf der Kante oder Mitte des Lineals stehet. Alle Alhidadcnregeln mit fest- 1
stehenden Dioptern sind denen mit Charnier zum Zusammenlegen vorzuziehen; J
die letzter» kommen dadurch leicht aus ihrer senkrechten Richtung. Da das i
ganze Instrument dazu dienet, um die Richtung nach einem gewissen Ge- I
gcnstande durch die Lage des Lineals anzugeben, so ist es gut, wenn jedes q
Diopter doppelt durchbrochen ist, und daher jedes als Ocular und Objectiv l
gebraucht werden kann. Die Fig. 14. zeigt ein solches. - >
Alignement und Alignementsobjecte. Ersteres ist in der 'i
Meßkunst eine gegebene Richtlinie, in welche, oder in deren Berlängerung i
man sich mit Meßwerkzeugen einzusetzen hat. Die End - oder Zwischenpunkte |
dieser Linie, die Alignementsobjecte, können beide auf einer Seire, entwederüber das Ende der Standlinie hinaus oder auf jeder Seite der Standlinie Jj
einer oder einige seyn. Es ist bei der Wahl solcher Objecte vorzüglich dar-auf zu sehen, daß sie sich in der Luft scharf abschneiden, so daß sie schon bei e
einer Seitenrückung des Auges um 1 Fuß, sich nicht mehr vollkommen dek- l