Abtragen der Nisse
Addition
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Länge heißen Idie Richtlinien, Directrizen oder Aren. Der Win-kel ecd heißt der Coordinatcn Winkel. Zuweilen werden durch eine Ab-szissenlinie zwei krumme bestimmt, in solchen Fällen gehen die Ordinate» vonbeiden Seiten der Abszissen aus.
In der Meßkunst besonders bei Bestimmung der Ufer eines Flusses, beiStraßenzügen, Districtsgrenzen kommt die Anwendung dieser Linie sehrhäufig vor.
Abtragen der Risse. Siehe Copieren.
Abweichung und Abweichungskreis (declinatio). Gedenkt mansich durch irgend einen Punkt der Himmelskugel und durch die Weltpole ei-nen größten Kreis geführt, der auf dem Aequator senkrecht stehet, so wirddieser ein Abweichungskreis (Declinationszirkel) und der Bogen diesesKreises zwischen dem Aequator und dem gegebenen Punkte, die Abweichunggenannt. Befindet sich der Punkt der Himmelskugel zwischen dem Aequatorund dem Nordpole, so heißt seine Abweichung nördlich, liegt er aberzwischen dem Aequator und Südpole, südlich. In der astronomischen Meß-kunst, wo auch gelehrt wird, Sonnenhöhen zu finden, muß die Abweichungjedesmal mit berücksichtiget werden.
Abweichung der Magnetnadel. Siehe Magnetnadel.
Acker. Hierunter wird in der Geodäsie eine gewisse bestimmte Flächen-einheit, um die Größe der Ländercien danach aussprcchen zu können, verstan-den. Die Größe eines Ackers ist nicht an allen Orten sich gleich. Gemei-niglich findet man einen Acker zu zwei Morgen, oder 300 Q. Ruthen --17252/* Q. Ellen angegeben. Hierbei ist noch zu merken, daß 9100 Ellen —1200 Ruthen sind, wo die Ruthe zu 7 Ellen 14 Zoll angenommen ist, und dieSeite eines solchen Ackers in Quadratform 17,32... Ruthen hält. Zuwei-len findet man auch den Acker zu 200 Q. Ruthen, wie z. B. der sogenannteAlthallische Wiesenacker, gerechnet.
Addition. Hierunter kann in der Meßkunst nur das Zusammenfügenoder Aneinanderstoßen von Figuren verstanden werden. Alle vielseitige Figu-ren verändern durch das Aneinanderstoßen größrenthcils ihre Form, wodurchein Verwandeln verschieden geformter Figuren in andere von gleicher Formentstehet, was unter dem Namen Verwandlung der Figuren, im Buche auf-zufinden seyn wird. Zu einer wirklichen Addition können nur folgende we-nige gebraucht werden.
1) das Dreieck. Dreiecke werden addiret, wenn sie
a) gleiche Höhe haben, indem man die Grundlinien der gegebenen Dreieckeaneinander rückt, und die Spitze eines der Dreiecke z. B. s. Fig. 12mit den beiden Endpunkten a und d, durch Linien verbindet;
B) sind die Dreiecke von verschiedener Höhe, so müssen sie erst auf Dreieckevon gleicher Höhe gebracht») und dann die Addition auf oben beschrie-bene Weise verrichtet werden.
2) das Biereck. Bom Quadrate und Rhombus kann hier nicht die Redeseyn, denn beide verlieren durch das Aneinanderrücken ihre charakteristischeForm, die gleiche Länge ihrer vier Seiten; nur beim Rcctangel und Rhom-boides findet eine solche Addition Statt. Hier ist nun erforderlich, daß diezu addirenden Figuren, wie in Fig. 13 , A und B gleiche Höhe haben, dannwerden die Grundlinien ab und k>o aneinander gerückt, die parallele FigurA von e nach f verlängert, die Grundlinie der andern Figur B auf jeneparallele Verlängerung es von e nach g getragen und dann die Figur durchlinearische Verbindung der Endpunkte g und c geschlossen.
Daß der Rhomboides C dem B gleich ist, wird dadurch klar, daß beidegleiche Höhe haben, daß aber die Addition verrichtet ist, gibt schon der Au-genschein zu erkennen. Beim Trapezium kann nur dann eine Addition Statt
*) Welche Construcnon unter dem Artikel: Verwandeln der Dreiecke, ,u ersehen.