Maucrquadrant
Meeresküsten aufzunehmen 173hält, so ist wohl ohne allen Beweis verständlich, daß rs ^ tu= —,vw = — von ae seyn muß.
Diese Art Maßstäbe, die so beschrieben wird, wie Fig. ißß. zeigt, ge-währt gegen den in Fig-105. gehalten, den Borzug, daß man der Unterein-theilung, bei der leicht Irrthum entstehen kann, überhoben ist. Bricht manwie in Fig. 107. die Transversale in der Mitte der obersten Parallele, sokönnen von einem solchen Maßstabe, auch noch halbe Einheiten abgenommenwerden, die Parallelen, an denen die Ziffern angeschrieben stehen, zeigendie ganzen Einheiten und die dazwischenliegenden, die halben. — Sollnun von einem Maßstabe, wie die Fig. 105. ihn zeigt, 3 Ruthen, 64 Fußabgenommen werden, so kommt der eine Zirkelfuß auf die Perpendikulare 3,und auf die Parallele zu stehen, wo auf der Diagonale ab die 64 stehet,und dies würde in dem Punkt d geschehen müssen; es wird dann der Zirkelso weit geöffnet, bis die Spitze des andern Fußes die 64 erreicht, wo daszwischen beiden Spitzen gefaßte Maß, das verlangte seyn wird.
Ein Maßstab wie Fig. 108. gezeichnet, heißt ein tausendtheiliger, weil
sich von demselben bis zu der ganzen Länge abnehmen läßt; denn istac = 1 *), so ist ab = i, ad =, X und es = ^
Was unter einem Chordenmaßstabe zu verstehen, ist unter dieserBenennung vorgetragen.
Die wichtigsten Einrichtungen eines ProportionalmaßstabeS sindbei den Copierungsmethoden erwähnt.
Ueber besondere Maßstabe ist übrigens noch nachzulesen:
Adam's geometrischeu.graphischeWersuche, übersetzt». Geißler. Leipzig 1795»
Mauerquadrant, s. Quadrant.
Max im um und Minimum. Dieses kommt in so weit in der prak-tischen Meßkunst vor, als von gegebenen Stücken möglichst größte oder mög-lichst kleinste Figuren, auf dem Papiere oder auf dem Felde, entworfen werdensollen. Die hieher gehörigen Aufgaben verständlich aufgeführt und bewiesen,wurde schon den Umfang eines mäßigen Buches erheischen, der Bersasser ste-het sich daher genölhiget, den Belehrung Suchenden, auf das schätzbare Werkvon Herrn Schaffer ,, Geometrische Aufgaben mit vollständigen Auflösungenzum Selbstunterrichte für Anfänger. Oldenburg , in der Schulze'schen Buch-handlung l8lü- 8. zu verweisen.
Meeresküsten aufzunehmen. Im Allgemeinen werden auch hierdie gewöhnlichen Regeln der Vermessung angewendet, nur hat der arbeitendeGeometer auf einen möglichst gleich hohen Wafferstand wahrend seines gan-zen Geschäfts Bedacht zu nehmen, da bekanntlich Ebbe und Fluth die Grän-zen der Küsten gegen das Meer zu sehr verändern. Der Stand des Was-sers ist in der Beschreibung des Riffes jedesmal wörtlich anzuführen. Oftmacht es große Schwierigkeiten, die Form und daher auch die Eckpunkteder verschiedenen Klippen, Buchten, Erdzungen, Meerbusen rc. mit demMeßtische durch Visirlinien zu bekommen. Ist besonders das Gestade deSMeeres dicht bewachsen, mit Bauwerken versehen oder sonst unzugänglich, somuß man zuweilen auf Umwegen durch Slandlinien, bis zu den Stellen,wo das Meer die Ufer bespült, zu gelangen suchen, oder durch Abszissen undOrdinaten sich einige Punkte bestimmen, von wo aus man die Messung fort-zusetzen im Stande ist. Kanu man, von schon bedeutenden Entfernungenaus, auf kleine Inseln, Sandbänke, Riffe rc., die nicht zu weit von derMeeresküste abliegen, durch sich schneidende Visirlinien, oder wenn es die
•) Man muß sich die Theile wie ->b, nicht wie in der Figur des beschränkte» Raums.
wegen geschehen, dreimal, sondern zehnmal aufgetragen denlcn.