Buch 
Encyclopädisches Lexikon der Erd-. Land- und Feldmessung / W.E.A. v. Schlieben
Entstehung
Seite
267
JPEG-Download
 

Subtraktion der Figuren Teiche zu vermessen 267

sind; hat nun jeder derselben eine gewisse Anzahl, z. B. m Grade, so fin-det man nach folgender Proportion die Zeit, in welcher der Stern den Bo-gen AC durchläuft:

360° : m°24 Stunden : x

Da nun der Bogen DE auf dem Acquakor, das Maß des sphärischenWinkels DBE ist, so wird dieser, der Stundenwinkel des Sterns A, s»wie der Bogen DE, sein Abstand vom Mittagskreise genannt.

Subtraction der Figuren. Ein- Figur wird von einer andernabgezogen, wenn man die größere Fläche um den Inhalt der kleinern ver-ringert. Bios Rectangel, Rhomboidcn und Dreiecke *) sind mit Beibehal-tung ihrer charakteristischen Form, einer Sudtraction fähig. Bei den er-stern beiden Figuren, trägt man die Grundlinie der kleinern Figur auf dieder größern, und ziehet von diesem Abschnitte aus, mit der, an der Grund-linie der größern Figur anliegenden Seite, eine Parallele durch die Figur,so ist dadurch von dem größern Flächcnraumc der kleinere abgeschnitten. BeiDreiecken trägt man ebenfalls die Grundlinie des kleinern Dreieckes auf dieGrundlinie des größern, da wo dieses Maß hinfallt, ziehet man dann eineLinie nach der Spitze des Dreiecks, so ist ebenfalls die Subtraction gesche-hen. Haben die vorgelegten von einander abzuziehenden Figuren nichtgleiche Höhe, so werden sie auf Figuren von gleicher Höhe gebracht.

Die Richtigkeit des Verfahrens ist ohne allen Beweis klar, denn die inder größern Figur eingezeichnete kleinere ist, als gleiche Grundlinie undgleiche Höhe mit der abzuziehenden Figur habend, ihr auch an Flächeninhaltgleich.

Süden, siehe Mittag.

Südpol , siehe Pol.

^.aa-bogen. So nennt man den Bogen, welchen ein Gestirn überden Horizont eines Orts beschreibt, in dessen Mitte er die größte Höhe überden Horizont erreicht. Gestirne, welche am Himmel keinen festen Standortbaden sondern denselben beständig ändern, beschreiben ihre Tagebogen nichtvollkommen in einem Parallelkrcise und erreichen daher auch in der Mitte des-selben nicht ihre größte Höhe.

Taschenchronometer. Sind mit besonderer Sorgfalt gearbeitete,möglichst gleichförmig gehende Secundentaschenuhren. Sie leisten besondersb i Langenbestimmungen sehr gute Dienste, nur ist zu bedauern, daß st- we-ae» ihres hohen Preises, das Stück kostet immer an 400 bis 500 Thaler,nodi nickt so häufig, wie es für die Wissenschaft zu wünschen wäre, anzuwen-b ' r . nb _ Vor dem Gebrauch solcher Chronometer muß man sie ei-ner sehr sorgfältigen und oft zu wiederholenden Prüfung unterwerfen, dadergleichen Werke, mit einem schönen Aeußern ausgestattet, doch mit wesent-lichen Fehlern zum Verkauf ausgeboten werden.

1 Man kann über Chronometer nachlesen, Bohnenbergers Anleitungrur geographischen Ortsbestimmung s. 150 u. f. ^ _

* Vorlesungen biC 3ten Band S. 341 u. f.

Tausendcheiliger Maßstab. Siehe Maßstab.

Leiche zu vermessen. Hierbei ist am zweckmäßigsten der Meßtischru gebrauchen. Das erste was geschiehet, ist die Bezeichnung aller Eckpunktedes Teiches, so weit sie die gewöhnliche Anschwellung des Wassers angibt,mit kleinen PfLhlchen, desgl. auch die Form des Dammes, die Lage de«Ständers, der Fluthcr, Rechen, Zufluß-und Abflußgraben, sowie die an

») Auch Kreisflächen «-hören hieher; jedoch kommen diese in »er Geodäsie wer

nig vor.