Vierecke theilen 289
die zur Erklärung nöthige Zeichnung *) ohne welche es kaum möglich ist,das Ganze zu verstehen und zu würdigen. Wir können also bloß so vielsagen, daß die Maschine aus einem ebenen Brete oder einer Platte bestehet,auf die ein gerader, schmaler, versenkter Schieber perpendikular paßt.
Um einen Punkt der Mittellinie des Schiebers drehet sich ein Rechtech, wel-ches auf dem Schieber, wie auf der Platte eben aufliegt. Uebrigens befindensich an der Platte Bänder, um selbige sowohl an den Lisch und den Schie-ber an den Leib des Arbeiters zu befestigen, um damit das Rechteck anziehenzu können, ohne nöthig zu haben die beiden zum Gebrauche erforderlichen Zir-kel aus der Hand zu legen. — Die Manipulation bestehet nun in folgen-dem: man nimmt von einem Riffe, wo der Morgen Feld 160 Ruthen hat,nach dem verjüngten Maßstabe etwa 32 Ruthen (oder nach Umständen 320)in!den Zirkel, trägt diese von der Durchkreuzung der Schiebcrlinie miteiner der Linien der Figur, auf diese, gegen eine Seite und merkt sich die-sen Punkt mittelst einer kleinen Zuführungslinie für den Zirkel, danebstmacht man auf einem Rebenpapiere eine Partie von Linien, welche geradedie Länge von 100 Ruthen (nach Umständen 1000) haben. Man nehme dannin jede Hand einen Zirkel, messe mit dem einen die Grundlinie, mit demandern die Höhe eines Dreiecks, trage, von dem vorhin gedachten Durckkreu-zungspunkte der Maschine, eine Dimension gegen das eine Ende der Schie-berlinie, die andere gegen das andere ,Ende; erhebe dann den Zirkel von 'dem Durchkreuzungspunkte und ziehe mit dem Leibe den Schieber an, bisbeide Seiten des Rechtecks, an den beiden äußern Zirkelspitzen, die bishernoch stehen geblieben sind, anliegen. Hierauf hebe man einen Zirkel ganzin die Höhe, rücke die noch aufstehende Spitze des andern zu dem festenPunkte, der gerade etwa 32 Ruthen von dem Durchkreuzungspunkte der Ma-schine entfernt ist, lege die betreffende Seite von neuen, aber ohne Verrük-kung des Schiebers, an die Zirkelspitze an, messe alsdann mit dem andernZirkel hie Entfernung von der Durchkreuzung des andern Schenkels desRechtecks, mit der Grundlinie der Schieberlinie, oder dem Hauptdurchkreuzungs-punkt der Maschine, 'trage alsdann die Entfernung auf den Anfang der er-sten Linie des Nebenpapiers, setze die auf gleiche Art gefundene Linie deszweiten Dreiecks dazu, und fahre so fort, bis man ans Ende der erstenLinie ist. In diesem Falle, setze man die eine Zirkelspitze zuerst in denEndpunkt ein, und darauf die andere Hegen den Anfang, um durch die Mes-sung von diesem Punkte, zu dem letzten des vorigen Dreiecks, den Uebcrrestzu bekommen, der auf die folgende Linie zu tragen ist, auf der man, wieauf der vorigen, und noch vielleicht auf weitern Linien fortfährt, bis manmit allen Dreiecken des zu berechnenden ganzen Flächeninhalts, auf diese Artfertig ist. Alsdann bat man die ganze zu berechnende Figur in ein Oblon-gum verwandelt, dessen eine Seite, nach dem obigen Beispiele, gerade 16Ruthen (160 Ruthen) ist und aus der Summe der abgestochenen Linien desNebenpapiers besteht. So oft man auf diesem 10 Ruthen abgestochen hat,so oft hat man einen Morgen des Flachengehalts darauf angezeigt, alsozeigt jede abgestochene Linie von 100 (1000) Ruthen, den Flächcngehalt von10 (100) Morgen an, und das übrige Stück messe man auf dem Maßstabe,um zu sehen, wie viel ganze (mal 10) zehntel (einzelne) und Hundertel (zehn-,tel) Morgen noch weiter dazu zu zählen sind. — Im angezogenen Hefteder Annalen folgt nun der Beweis des Verfahrens, und endlich ist auch nochin einem Nachtrage erwähnt, daß man die Maschine auch zu Zahlenrechnun-gen, nämlich zur Multiplication, Division, Quadrirung und Quadratwur-zelausziehung benutzen kann.
Vierecke theilen. Da die hierzu gegebenen Bedingungen sehr man-nigfaltig seyn können, so liegt es außer den Grenzen dieses Werks, eine voll-ständige Uebersicht der hieher gehörigen Aufgaben zu liefern und aus diesem
') Nach eingezogenen Nachrichten fehlt dir Zeichnung auch in ander» krem»»laren.
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