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Wanne
Visir
und demnach u = ;
also ns = u.
Setzt man diesen Werth in die mit ff bezeichnete Gleichung statt bei glei-chen Werthes für y, so ist:
y = 11 s — ck;da aber ck-- tn
so ist auch y — ns — tn = st.
Dieses Maß von st ist dann die Höhe eines Dreiecks mit der Grundli-nie ec, das an fcslS A ced noch angesetzt werden muß, um £ sdcäzu erhalten.Mit ec lege man daher durch den Punkt s eine Parallele sv, so wird diesedie Seite bc des Vierecks in v schneiden, und jetzt ziehe man ev, so wirddadurch das Viereck abcd in zwei Hälften getheilt seyn.
Visir. So nennt mack zuweilen bei einem dioptrischen Werkzeuge dieOcularöffnung oder Röhre.
Visirlatte. Ist eine ganz gerade gearbeitete prismatische Latte vongut ausgetrocknetem Holze, an der sich ein Brettchen herauf und herunterschieben und an jeder Stelle festhalten läßt. Ein Mehreres hierüber siehein dem Art. Nivellir en.
Vorgebirge. Diese unterscheiden sich von dem Hoch- und Mittelge birge und gehören gemeiniglich zu den Flötzgebirgsarten. Gewöhnlich steigensie sanft, oft unmerklich Berg an und sind fast überall mit fruchtbarer Erde,Thon und Sand bedeckt. Oft bilden sie große Plattformen und sind gemei-niglich auf denselben mit Holz bewachsen. Der Geometer hat bei der Auf-nahme der Vorgebirge ihren Umfang, ihre Vorspränge (Hörner) und die zwi-schen diesen mehr oder minder tief in sie eingreifenden Einschnitte (Thälerund Schluchten), so wie den obern Rand (Kamm des Gebirgs) sich genaumir kleinen Pfählen oder sonstigen Merkmalen in Entfernungen, die fürgerade Linien ziemlich angenommen werden können, abzustecken. Er wähltdann auf der Plattform selbst, oder ist diese sehr bewachsen, zur Seite meh-rere Standlinicn, deren wenigstens eine mit aller Sorgfalt gemessen wer-den muß, und bestimmt dann von dort aus die Winkel, die jene abgestecktenPunkte, mit den Endpunkten der Standlinie oder unter sich machen, ent-weder mittelst eines Winkelmcßinstruments nach Eintheilung von Graden, oderdurch unmittelbare in Grundlegung seiner Schenkel, durch Operation mitdem Meßtische. Im Speciellen sind dann alle die Regeln anzuwenden, diebeim Aufnehmen ganzer Gegenden ertheilet worden sind, und auf die ichhier verweise. — Die so im verjüngten Maße übergetragenen Punkte wer-den dann zusammen gezogen, wodurch sich da§ Bild der Gegend im Grund-risse ergibt.
28anne. So nennt man zuweilen eine Fläche nebeneinander liegenderFelder von einerlei Fruchtbarkeit oder Güte. Ehe die Aufnahme derselbenerfolgt, hat der Geometer von dem Boniteur sich die Grenzen der Wannegenau bestimmen zu lassen. Gemeiniglich werden sie so groß als möglich an-genommen und die Grenzen so bestimmt, daß die hinein zu liegen kommen-den Felder, eine bequeme Gestalt erhalten. — Die Vermessung solcher zu-sammmen geschlagenen Feldflachen hat dann weiter keine Schwierigkeit, be-sonders wenn man einen Meßtisch zur Hand hat. Ihre äußere Figur, dieverschiedenen Besitzgrenzen, die durchlaufenden Wege und Gräben, die mitBäumen bewachsenen Plätze, die Wafferlöcher, zu Tage ausgehenden Felsenund dergl Gegenstände, werden nach ihrem Umfange aufgenommen und hier-bei die Regeln beobachtet, die bei Aufnahme einer Figur und beim Gebrau-che des Meßtisches ertheilt worden sind.