Band 
Erster Band. [Erste Periode.]
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28 I. Geschichte der Physik bis zu Tartesius.

übereinstimmen. Daher vermuthen einige I , Car-te siuö habe die Schrift des iöruiuis bey der Berarbeitung seines Systems vorzüglich benußc, ob ergleich dieselbe nicht erwähnt habe; wie denn über-Haupt Cartesius die Duellen, aus welchen erschöpfte, mit Fleiß nicht angegeben hat. Ja manbehauptet sogar, Brunus habe durch die Annah-me des ätherischen Raumes um einen jeden Fixstern,schon an die hernach so berühmt gewordenen Wirrbel gedacht, und sey also gleichsam der Vorläufer derCartestschen Wirbel gewesen.

Noch ein anderer sehr eifriger Gegner der aristorlelischen Philosophie war Thomas Campanella aus Calabrien gebürtig. Er hatte das Unglück besonrLerS wegen des Stolzes über seine Schriften so verfolrget zu werden, daß er 20 Jahre zu Neapel hat gefan-gen stßcn müssen. Im 7osten Jahre seines Alters ister zu Paris 1699 gestorben. Sein Leben hat Cyrprian°) beschrieben. Die hieher gehörige Schriftführt den Titel: de sensu rerum et magia. Francos.1620. 4. All-n Dingen in der Welt eignet er eineEmpfindung zu. Denn seiner Meynung »ach mußman eben das in den Ursachen suchen, was mau inden Wirkungen wahrnimmt. So könne Licht nie Finrstecniß, Wärme nie Kälte u.s. f. erzeugen. Es müssealso im Lichte, so wie in der Wärme etwas seyn, dasin uns die Empfindung des Sehens und des warmenGefühls hervorbrächte. Da nun alle Thiere eine Em-pfindung

f) M. f. Leipziger Tagebuch von r 68 r. S. 187. Pttr.Da». Huetii censura philosophiae Carttsianae. Franc,et Lips. 1690. 8. cap. VIII. p. 164.

g) Vita et philosophia Tkomat Campanellat autore Salam,Cypriano, Amst, 1705. 8.