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i. Allgemeine Physik.
Monte *) als der erste, welcher nach der Wieder-Herstellung der Wissenschaften die Statik mit ziemli-chen Glücke bearbeitete. Seine ganze Untersuchungenbeziehen sich auf die sogenannten fünf mechanischen Po-tenzen des Pappuö, dem Hebel, dem Rad au derWelle, der Scheibe, dem Keil und der Schranke,Leren Lehren er ganz auf das Gesteh des Hebels zurück-brachte. So glücklich aber auch diese seine Theorieausfiel, so hatte sie doch in manchen Lehren sichtbareMängel, als z.B. in den Beweisen des Hebels, desKeils und der Schraube. Daher haben einige dieGestehe des Keils und der Schraube lieber von den Ei-genschaften der schiesen Ebene abgeleitet, und dieserwergen die schiefe Ebene selbst als die sechste mechanischePotenz mit zur Statik gerechnet.
Das Gesteh des Hebels, auf welches GuidoUbaldi seine ganze Stank brachte, ist dieses: amgeradlinichten mathematischen Hebe! stehen senkrechtwirkende Kräfte im Gleichgewichte, wenn sie sich ver-kehrt wie ihre Entfernungen oder Abstände vom Ruhe-punkte verhalten. Dieses Gesteh bewiest schon Archi-medes aus der Lehre vom Schwerpunkte, und diemechanischen Schriftsteller damaliger Zeit haben die-sen archimedischen Beweis beybehalten.
Noch glücklicher, als Guido Ubaldi , bear-beitete die Statik der holländische Mathematiker,Simon Stevin "). Dieser fand das an wichti-gen Folgen sehr fruchtbare Gesteh des Gleichgewichrcsfür drey Kräfte, daß nämlich ein Körper von dreyKräften getrieben, welche sich, wie die drey mit ihnenparallele Seiten eines Dreyecks, verhalten, ruhen
müsse.
t) Mechanicorum libri VI. 1577.
11) Eeghiuselen der Weghkonst. Anasi. 1596. 4.