Band 
Erster Band. [Erste Periode.]
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86 I. Geschichte der Physik bis zu CartesiuS .

Ivclcher sich eine Säugpumpe über «8 FloreurinischeEllen hoch verfertiget halte. Da nun dieser das Wasserbarinn nicht höher als bis auf i8 Ellen bringen konn-te, ungeachkec noch über dem Wasser in der Röhre«in luftleerer Raum war, so befragte er sich darumbeym Galilei, welcher sonst an der Pumpe weiter-einen Fehler entdeckte. Daher glaubte auch nachherGalilei , daß ein luftleerer Raum möglich sey, undverfiel selbst darauf, einen luftleeren Raum vermittelsteines hohlen und umgekehrten Cylinders zu bilden, des-sen Stempel er mit so viel Gewicht beschwerte, daßer sich vom Boden entfernen oder zurückziehen mutzte.Aber er giebt dieß für eine Methode ane, die Kraftder Leere d. i. die Größe oder Grenze des Abscheuesgegen die Leere zu messen, und machte eben hievon Ge-brauch. den Zufammmenhang der körperlichen Theilezu erklären. Indessen kannte doch Galilei dieSchwere der Lust, und lehrt sogar in den Dialogenzwey Methoden, sie zu beweisen , so daß es wirklichzu bewundern ist, daß er den lehren Schritt verfehlenkonnte, welcher ihm noch zur wahren Erklärung desSaugens übrig blieb.

Auch von der Wirkung der Heber hatten die Al-ten bey Anordnung kleiner Springbrunnen sehr vielenGebrauch gemacht, dieselbe aber eben so, wie dasSaugen derPumpen erklärt. Johann BaptistaPorra d ) thut den Vorschlag, das Wasser durch«inen Heber über Berge zu heben. Um nun diesen erstzu füllen, gab er an, daß die beyden Oeffnungen Hähr«e, so wie der oberste Theil einen Hahn und Trichterbesitzen müßten. Die beyden Hähne an den Oeffnun-

gen

d) Pnevmaticorum libri IEt. Neap. löoi. 4. Lib. III.cap. I.