i. Allgemeine Physik. 97
der dichtem Luft weniger zerstreut würde, und mithinweniger von ihm verlohreu gehe, als am Tage.
Die Starke des Schalles hangt von der Starkedes Schlages ab, so wie die Klarheit und FeinheitEicfjclbcn von der Harte des geschlagenen Körpers.
Die tiefen Tone haben ihren Grund in der grö-ßer» Menge erschütterter Luft, die hohen aber in einerkleinern; ferner in der Langsamkeit und Schnelligkeit,womit die Lusc erschücrerl wird. Dieß nimmt man anden Saiten wahr, welche um so höhere Töne von sichgeben, je mehr sie gespannt und je starker sie gedrehtsind. Um das Verhältniß der riefen und hohen Tönekennen zu lernen, schlägt Bacon vor. daß manRöhren von zwey, drey, vier bis sechs Oeffnuugeirnehme, und ihre Töne mit einander vergleiche.
Bacon bemerkt, daß sich der Ton nicht verrwirrt, er mag durch die engste Spalte oder durchWasser hindurch gehen, oder auch durch den Windbewegt werden, indem letzterer nichts weiter bewirke,als daß er ihn entweder weiter führe, oder feiner Fortrpssanzuug im Wege stehe. Nur eine sehr große Entrfernung könne ein Hinderniß seyn, die arriculirten Törne zu unterscheiden.
Ein jeder Schall erstreckt sich vom schallendenKörper nach allen möglichen Richtungen hin. Indes-sen ist es nicht nöthig, daß er sich in geraden Linienfortpflanzen müsse, wiewol es seine Richtigkeit hat.Laß der in gerader Linie fortgepflanzte Schall wegender kürzesten Distanz am stärksten ist.
Nach Bacon's Urtheile erfolgt Schlag undSchall in einem Augenblicke, ob er gleich nachher nocheinige Zeit gehört wird. Mau irre sich, sagt er, dießchscher's Dcsch. d. Physik. I. D- © für