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Erster Band. [Erste Periode.]
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98
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98 I. Geschichte dee Physik bis zu Cartesius .

für ein Anhalten des Schalles zu halten, es sey viel-mehr eine wahre Erneuerung desselben; denn durchden Schlag werden die kleinsten Theilchen des schal-lenden Körpers in eine zitternde Bewegung gebracht,welche in jedem Augenblicke die den Körper umgebendeiuft von neuem erschüttern. Es erhelle dieß darausoffenbar, weil eine geschlagene Glocke oder eine loßge-laffcne Saite mit der Hand berührt sogleich zu töne»aufhöre.

Auch führt Bacon an, daß man die Geschwin-digkeit des Schalles unter andern mittelst eines Ge-schützes erfahren könne; es sey nämlich aus den Beo-bachtungen bekannt, daß das Licht augenblicklich wahr-genommen werde; der Schall aber zur FortpflanzungZeit gebrauche; daher giebt er den Vprfchlag, daßjemand in einer bestimmten Entfernung vom Geschützedie Pulsschläge zwischen dem gesehenen Blitz und demKnalle zähle, um nachher die'Anzahl der Pulsschlägein Zeit zu verwandeln, und daraus die Geschwindig-keit des Schalles abzuleiten.

Ferner bemerkt Bacon , daß sich der Schallnicht allein in der Luft fortpflanze, sondern auch durchandere selbst feste Körper hindurchgehe, nur würdenhiebey die in ihnen enthaltenen Geister oder auch dieluftigen Theile besonders mitwirken. In der Luft er-leide der Schall keine Aenderung, sie möge auch be-schaffen seyn, wie sie wolle.

Er erinnert, daß sich zwey Schalle von einerleyKlarheit nicht viel weiter hören lassen, als ein einzi-ger. Er vermuthet, daß dieß entweder daher rühre,weil der Unterschied zwischen dem Stillschweigen unddem ersten Schalle zu groß sey, als daß der Zusaheines neuen Schalles noch merklich werden könne, cder

daher.