i. Allgemeine Physik. 99
daher, weil die Lust einen zweyten Schall nicht soleicht aufnehme.
Noch führt Bacon an, daß auch der Schallvon verschiedenen Körpern zurückgeworfen werde, wo-durch bey sehr nahen Gegenständen ein verstärkterSchall, bey entfernter» aber das sogenannte Echoentstehe. Solle das Echo drey, vier, oder mehrereSylben wiederholen, so werde auch dazu eine proporrtionirle Distanz erfordert. Bacon wußte aber nochnicht, baß die Reflexion des Schalles nach eben denGesehen erfolge, wie das Licht, ob er gleich dieß ver-muthet, und daher den Schall mit dem Lichte auf einesinnreiche Art vergleichet. —- Soweit Bacon. —
Auf die Reflexion des Schalles gründet sich auchdas sogenannte Sprachrohr. Es scheint dieses aberdamals noch nicht bekannt gewesen zu seyn. Es führtzwar Kircher'') aus einer Handschrift von des Ari-stoteles lecretis ad Alex. M. an, eö habe Alexan-der ein großes Horn besessen, womit er sei» KriegörHeer ioo Stadien weit habe ziisammenberufen können,wovon K ircher sogar die Zeichnung beyfügt. AuchMorhof ') führt die Stelle dieses dem Aristotelesuntergeschobenen Buches, das aus dem Arabischenjno Lateiiiische übersetzt und zu Bologna ix >6 gedrucktworden ist, aber ganz anders, als Kircher, an.In diesem Hon > habe» einige das älteste Sprachrohrfinden wolle», welches Werkzeug mithin wenigstensdie Araber halten kennen müssen; allein die Zeichnun-gen
h) Ars magna lucis et umbrae. Amstel. 167T. sol. p. 102.
i) Difl. de vitro per vocis tonum rupto jn diss. Acad.
G 2