Band 
Erster Band. [Erste Periode.]
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i io I. Geschichte der Physik bis zu Cartesius.

gleichförmig sey, mithin auch aus dem Mittelpunkteungleichförmig erscheinen müßte. Er kam auf den Ge-danken, die Sektoren zwischen den zurückgelegten Bo-gen und der Sonne der Zeit proportional anzunehmen,und den Punkt, aus dem die Bewegung gleichför-mig erscheint, von der Sonne um die doppelte Excen-tricitüt entfernt zu setzen. Dieser Punkt ward der an-dere Brennpunkt, als er die apollonische Ellipse fürdie Gestalt der Bahn erkannte. Aus demselben fander die Bewegung zwar nicht völlig, aber doch beynahegleichförmig; hingegen das Verhältniß der Zeiten mitden Sektoren, die aus der Sonne oder dem erstenBrennpunkte gezogen wurden, in allen Beobachtungenbestätigt.

Die dritte Regel endlich ist diese: daß sichbey Körpern, welche sich um einerley Hauptkörpecbewegen, die Quadrate der periodischen Um-l a u f s z e i t e n zweyer Planeten gegen einan-der verhalten, wie die Würfel ihrer mitt-leren Entfernungen v o n d e m H a u p t k ö r p e r.Dieses Gesetz entdeckte Kepler etwas später undzwar durch eine Veranlassung, die er ganz seinemHange zum Wunderbaren zu verdanken hatte. Erwar nach dein damaligen Geschmacke ein großer Lieb-haber der Astrologie, und glaubte eine auffallendeUebereinstimmung zwischen den Tönen der Musik, denregulären Körpern der Geometrie und den Entfer-nungen und Größen der Planeten zu sindcu. Dabeykam er zugleich auf den Gedanken, die Umlaufszeitcnder Planeten um die Sonne mit ihren Entfernungenvon derselben zu vergleichen. Kepler stellte langeVergleichungen hierüber an; er verglich verschiedenePotenzen, ja sogar die Quadrate der Umlaufözeicen

und